Moto2 Indy: Cortese unverschuldet ausgeschieden

Das Auftaktrennen der zweiten Saisonhälfte 2015 brachte leider nur ein frühzeitiges Aus für Sandro Cortese. Nachdem der Dynavolt Intact GP-Fahrer im Grand Prix von Indianapolis gut in der ersten Gruppe mithalten konnte, wurde er in Runde elf von einem anderen Fahrer abgeräumt. Dennoch versuchen er und seine Crew das Positive vom Wochenende mitzunehmen.



Wenige Minuten vor dem Moto2-Rennen regnete es kurzzeitig und es wurde etwas hektisch in der Startaufstellung. Der Asphalt des Motor Speedways war kaum feucht, somit entschied das Team nach der Sichtungsrunde kurzerhand, die Kalex von Regen- auf Trockensetting umzubauen. Eine richtige Entscheidung.

Sandro fand zügig einen guten Rhythmus. Nachdem er in der ersten Kurve im Gedränge auf den 18 Platz zurückgefallen war, hatte er innerhalb vier Runden zur elften Position aufgeholt. Er fuhr ähnlich schnelle Zeiten wie die Podiumsanwärter und befand sich mitten in der Spitzengruppe, als ihm von hinten der Spanier Axel Pons ins Motorrad krachte und Sandro ins Aus beförderte.

Wieder musste der 25-Jährige einen Rückschlag in Kauf nehmen. Mit null Punkten rutschte er in der WM-Wertung weit zurück auf den 17. Rang. Dennoch reist er mit Selbstvertrauen nach Europa zurück, um bereits kommende Woche (14. – 16. August) im tschechischen Brünn erneut anzugreifen. Dort, wo er 2014 auf dem Podium stand, ist das Glück hoffentlich wieder auf seiner Seite.

„Ich war gut dabei und mitten in der Spitzengruppe. Als ich in die zweite Kurve einbog, habe ich nur gehört, wie es einen Schlag gegeben hat. Pons (Axel) war mir kerzengerade reingefahren. Ich hatte null Ausweichmöglichkeiten, weil ich schon in der Schräglage war,” berichtete ein frustrierter Sandro Cortese. „Wir sind mit positiver Energie in die zweite Saisonhälfte gegangen. Das Qualifying war sehr gut. Auch im Rennen, nachdem am Anfang etwas Chaos herrschte, hatte ich mich gut gefangen und bin nach vorne gefahren. Es ist einfach schade für alle – speziell fürs Team, für die Sponsoren. Das gewisse Glücksgefühl fehlt im Moment, dass wir einfach mal das Resultat nach Hause nehmen. Aber wir werden auf jeden Fall nicht aufgeben und weiter richtig hart kämpfen. Nächste Woche geht’s weiter in Brünn.”

„Es war schwierig. Kurz vor dem Rennen hat es leicht geregnet. In der Startaufstellung mussten wir in kürzester Zeit entscheiden. Aber wir haben alles richtig gemacht. Allerdings war Sandros Start nicht optimal, aber dann hat er schnell einen guten Rhythmus gefunden und konnte dieselben Rundenzeiten wie die Spitze fahren. Er war dran an dem Zug,” erklärte Intact GP-Teamchef Jürgen Lingg. „Dann hat ihn leider ein anderer Fahrer abgeräumt. Trotzdem müssen wir das Positive mitnehmen. Das Wochenende fing am Freitag schwierig an und letztendlich hatte er heute einen guten Speed. Das ist das Wichtigste. Wir müssen jetzt nach vorne schauen. Das gehört halt leider zum Rennsport dazu.”


Text: Intact GP
Foto: © Intact GP – AJRN
Andrew Northcott 

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