Dynavolt Intact GP – Teampräsentation mit Geständnissen


Am Freitagabend präsentierte sich das neu formierte Dynavolt Intact GP Team den geladenen Gästen, darunter Motorsportlegende Toni Mang, Helmut und Stefan Bradl sowie Adi Stadler. Mit dem letztjährigen gesamt Sechsten in der Moto2, erhält Intact einen weiteren deutschen Fahrer neben Sandro Cortese dazu und möchte bereits in Katar in doppelter Ausführung angreifen. Racetrack News hat sich für Euch bei der Teampräsentation umgeschaut und mit Sandro Cortese und Jonas Folger über die „Aufbruchsstimmung“ im Team gesprochen.

 


„Für mich war ja der Grund, dass ich in ein deutsches Team wollte,“ antwortet Jonas Folger auf die Frage wie es sich anfühlt bei Dynavolt Intact GP zu sein. „Es ist einfacher, wenn man im Team miteinander in seiner Landessprache kommunizieren kann und vereinfacht die Zusammenarbeit enorm. Es schafft Vertrauen zu den Mechanikern, dem Bike und dem gesamten Team. Aber Sandro ist für mich auch ein Konkurrent wie jeder andere. Obwohl ich mir durchaus vorstellen kann das auch mal ein Austausch untereinander stattfindet.“ „Natürlich sollten beide davon profitieren und man sich gegenseitig respektieren, dann ist sowas kein Problem,“ ergänzt Cortese die Ausführungen seines Teamkollegen. Konkrete Platzierungsziele für das kommende Jahr habe der ehemalige Moto3-Weltmeister allerdings keine und zeigt sich einig mit Jonas Folger.

„Die letzten drei Jahre waren sehr schwer für unser Team, wir haben nicht das erreicht was wir uns vorgenommen hatten,“ erklärt uns Cortese. Wichtig sei ihm und dem Team erstmal die Fehler auszumerzen und Konstanz zeigen zu können und natürlich wolle man auch siegen und alle würden hart an diesem Ziel bei Dynavolt Intact GP arbeiten. Ans Aufhören denke Sandro Cortese noch nicht. „Druck macht sich jeder Rennfahrer selber und auch Kritik gehört dazu. Aber man muss natürlich aus den Dingen, an den was dran ist, auch die richtigen Schlüsse ziehen können und weiter an sich arbeiten. Man ist 90% im Rennfahrerleben unzufrieden, weil man nicht gewinnt und beim Rennsport kann nur Einer gewinnen! Doch jeder im Team gibt an dem Tag alles und das heißt somit nicht das man unglücklich ist als Team,“ so der 26-jährige bezugnehmend auf die vergangenen Jahre. Die jetzige Stimmung im Team sei gut. „Es folgen noch 6 offizielle Testtage mit allen Teams und dort wird das Niveau von allen Fahrern sehr hoch sein. Das wird spannend für uns und ich denke wenn es nächste Woche bei den Tests regnen sollte, werden wir, anders als beim privaten Test in Jerez, auch bei Regen fahren und somit auch keinen Testtag einbüßen müssen,“ führt Cortese weiter aus. Der Berkheimer, der in der Moto2 bisher in einem Ein-Mann-Team die Kalex pilotierte, muss zunächst mit neuen Teammitgliedern und Mechanikern eine gute Arbeitsbasis schaffen und sich natürlich auch erst wieder daran gewöhnen, wie ehemals in der Moto3 einen Teamkollegen an seiner Seite zu haben. „Jeder, von uns beiden Fahrern, hat von morgens bis abends seine Arbeit zu tun und arbeitet an seinem Grund-SetUp. Sicher tauschen wir auch einmal Daten aus, aber ob und inwiefern die dem jeweiligen Piloten hilfreich sind, ist aufgrund der verschiedenen Fahrstile und der unterschiedlichen Statur von Jonas und mir, die Frage,“ erklärt der 10 cm kleinere Cortese.

Das sich hingegen Corteses neuer Teamkollege bei Dynavolt IntactGP bereits wohl fühlt, zeigte Folgers gesamtes Auftreten an jenem Abend. „Wenn ich ehrlich bin, war ich in den ganzen vergangenen sechs Jahren bei keiner Teampräsentation,“ gesteht er und ist sichtlich angetan. „Zu sehen wie viele Gäste zur Teampräsentation erschienen sind und wieviel Sponsoren aus der Region und aus ganz Deutschland dabei sind, um uns zu unterstützen, das ist schon ein gutes Gefühl. Das habe ich so noch nicht erlebt! Mir war bereits nach dem ersten Test mit meiner neuen Crew im November klar, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Die Stimmung ist super und jeder im Team ist genauso heiß auf die Saison wie ich.“

 

Text und Fotos: Doreen Müller
 

 

 

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