Moto2: Cortese verlässt Intact nach der Saison

Sandro Cortese und das Dynavolt Intact GP Team gehen nach fünf gemeinsamen Jahren getrennte Wege. Dies gab das Moto2-Team heute bekannt. 

Cortese war 2013 nach seinem Titelgewinn in der Moto3-WM in das Team gekommen und konnte mit der Mannschaft um Jürgen Lingg einige gute Ergebnisse einfahren. So erreichte er zum Beispiel 2014 in Brünn seinen ersten Podestplatz in der mittleren WM-Kategorie einfahren. 

2017 lief es für den 27-Jährigen bisher schwierig. Seit dem Umstieg auf das Suter-Chassis kam Cortese auf keinen grünen Zweig und blieb als WM-18. hinter Teamkollege Marcel Schrötter zurück. Erst im Qualifying zum Deutschland-GP vor zwei Wochen ließ der Berkheimer vor seinen heimischen Fans mit der ersten Startreihe aufhorchen.

Cortese wird 2018 das Team wechseln, auch wenn er Intact GP als Teilinhaber auch zukünftig erhalten bleibt. Die derzeitige Crew verabschiedet sich nach dieser Saison schweren Herzens von Cortese, wie Jürgen Lingg sagt: „Für mich ist das persönlich keine einfache Situation, da wir menschlich sehr eng verbunden sind und ein sehr gutes Verhältnis haben. Dazu weiß ich auch, dass Sandro über alle Eigenschaften verfügt, die ein guter Rennfahrer braucht. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass es nach einer so langen gemeinsamen Zeit unumgänglich für uns alle ist, sportlich getrennte Wege zu gehen. Wir alle werden dadurch mit einer neuen Herausforderung konfrontiert. Durch einen Team-Wechsel und vielleicht sogar einem Klassenwechsel wird Sandro neue Erfahrungen, andere Arbeitsweisen kennenlernen können und sich weiter steigern.“

Gleichzeitig blickte Lingg auf die lange Zeit zurück, die er mit Cortese zusammen gearbeitet hat: „Unvergesslich ist für mich sein erster GP-Sieg in Brünn 2011 (und die Feier danach…), als ein Teil unserer Mannschaft und ich selber schon für Sandro tätig gewesen sind. Und natürlich sein überragender Moto3-WM-Titelgewinn 2012 im Red Bull KTM Team von Aki Ajo. Ich werde auch nach 2017 den Kontakt mit Sandro halten und ich wünsche ihm alles Gute!“

Wo Sandro Cortese im nächsten Jahr fahren wird, ist noch nicht bekannt gegeben worden. Weiterhin wird er mit der Superbike- und auch der Supersport-WM in Verbindung gebracht, wo er in einem Privatteam unterkommen könnte. In Assen war er als TV-Experte zu Gast und hatte Gelegenheit, sich im WSBK-Paddock umzuschauen. 

 

Text: Dominik Lack 

Foto: Dominik Lack

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