Moto GP: Exklusivinterview mit Eugene Laverty


1.Du bist in diesem Jahr neu in die MotoGP gekommen. Einzig in früherer Vergangenheit bist du schon in der 250ccm- und 125ccm-Klasse gefahren.
Es gibt viele neue Strecken zu lernen, hast du ein System, wie du die Strecken lernst?

– Ja ich lerne viel, in dem ich mir alte Videos über die Rennen von früher anschaue.

2. Du bist lange Zeit Superbike WM gefahren, was sind die Unterschiede zwischen der Superbike WM und der Moto GP?
– Der größte Unterschied sind definitiv die Reifen. Bei den Motorrädern haben die Hersteller im Laufe der Zeit aus den Serienmaschinen der Superbike WM fast eine Art Prototyp geschaffen, die sie aber auch in Serie verkaufen. Die Motorräder sind von den Rundenzeiten her teilweise nur wenig langsamer, als die Moto GP Bikes.
Im Paddock ist in der Moto GP ganz klar der „Rossi Effekt“ ein ständiger Begleiter, weshalb immer viel los ist!

3. Aber vom Fahren der Motorräder her machen wirklich nur die Reifen den größten Unterschied? Was ist z.B. mit der zusätzlichen Motorleistung?
– Nee es sind die Reifen. Sie zwingen dich auch einen anderen Fahrstil zu fahren. Klar haben die Moto GP Motorräder mehr Power, aber der Unterschied damals zwischen der Supersport und der Superbike WM war von der PS Zahl her deutlich größer, als von einem Superbike auf ein Moto GP Bike.
4. Du hast Alex Lowes in der Superbike WM besucht. Stehst du noch in Kontakt mit den Fahrern dort?
– Das ist richtig. In Misano habe ich das Superbike Wochenende besucht. Es war schön, schließlich bin ich 6 Jahre lang dort gefahren (WSSP und WSBK Anm.der Red.)
Ich habe die Chance genutzt und mit meinen britischen Freunden Lowes, Haslam, Rea und auch Davies den ein oder anderen Tee getrunken.

5. Was sind deine Hobbys außerhalb der Strecke?
– Ich liebe Outdoorsport. Ich fahre gerne Fahrrad und hauptsächlich aber alles was zwei Räder und einen Motor hat wie z.B. Trial oder Motard.

6. Wie bereitest du dich körperlich auf die Rennen vor?
– Das meiste Training findet bei mir im Winter statt. Da fahre ich viel Fahrrad, gehe ins Fitnessstudio etc.

7. Du kommst aus Nordirland. Bei euch genießen die Straßenrennen ein besonderes ansehen. Könntest du dir vorstellen später mal bei der North West 200 anzutreten?
– Ich bin ein großer Fan von den Fahrern und den Straßenrennen, aber selber dort fahren würde ich nicht. Die Jungs dort sind unglaublich tapfer und haben viel Mut, man muss immer zu 100 Prozent konzentriert sein. Aber wenn du dort stürzt ist es definitv gefährlicher, als bei Rennen auf der Rennstrecke.
8. Wenn du wählen müsstest, wo würdest du lieber Urlaub machen, in den Bergen oder am Meer?
– Im Winter in den Bergen. Ich mag die Atmosphäre beim Ski fahren, es ist jedesmal ein Abenteuer und es macht Spaß!

9. Wie bist du zum Motorradrennen gekommen und welches war dein erstes Motorrad?
– Mein erstes Motorrad war eine Honda QR 125 Motocross, da bin ich 3 Jahre alt gewesen. Mein Vater ist vor 30 Jahren selbst gefahren. Das waren Road Racing-Events. Mein Bruder und ich bekamen also schon wirklich früh die ersten Motocross-Bikes.
10. Irland ist u.a. auch für seine guten Whiskey-Sorten bekannt. Kennst du Dich mit Whiskey aus?
– Ich bin kein großer Fan von Whiskey, von daher kann ich da nicht viel sagen.

11. Viele Hobby-Racer besuchen unsere Homepage. Was kannst du ihnen als Rennfahrer mit auf den Weg geben?
– Als ich angefangen habe mit dem Fahren auf der Rennstrecke, war ich auch noch langsamer als viele andere Hobby Racer! Erst die gefühlt tausend Stunden auf der Strecke haben mich schneller gemacht.
Von daher kann ich nur empfehlen, so viel wie möglich auf der Rennstrecke zu fahren und dadurch zu lernen!

Text: Sebastian Lack  
  
Fotos: Dominik Lack
                                 
                                

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