Motegi-GP: Schluss mit lustig – Rennleitung verschärft Strafen

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Nach wie vor stellt das absichtliche langsam fahren insbesondere in der kleinsten Klasse der Motorradweltmeisterschaft ein grosses Problem dar. Nach den Trainings- und Qualifyingsitzungen zum Motorrad Grand Prix in Motegi reichte es der Racedirection mit der Bummelei und sie verschärfte kurzerhand die Strafen für die Moto3-Piloten, um diesem Problem Herr werden zu können.

Folgende Regularien treten somit ab sofort für jedes Freie Training und Qualifying  in Kraft.

Jede Sektorzeit darf demnach nicht mehr als 110 Prozent der aktuellen persönlichen Bestzeit für diesen Sektor betragen. Des Weiteren werden ab sofort bei jeder Session die erste Runde aus der Boxengasse aus der Wertung genommen. Ebenso werden die Sektoren 1 bei einer Out-Lap und 4 bei einer In-Lap nicht mehr gezählt. Für das Verlassen der Strecke wird es hingegen keine Strafe mehr geben, umso mehr wird hingegen jeder langsame Sektor auf der Strecke gewertet (mit Ausnahmen bei unvorhersehbaren Problemen, wie einem Unfall oder starkem Regen während einer Sitzung). 

Bestraften die FIM Stewards die Piloten zuvor mit 3-4 versetzten Startplätzen auf dem Starting Grid wurde nun ein deutliches Signal gesetzt. 12 Startplätze geht es künftig für den Bummelanten zurück, zusätzlich erhält jeder Pilot der drei oder mehr Sektoren in einer Session langsamer ist 1 Strafpunkt auf seinem Konto. Bei einem zweiten Vergehen muss künftig jeder Pilot mit der Strafversetzung auf den letzten Platz rechnen und kassiert zusätzlich zwei Strafpunkte. Sollte ihm dieser Fehler auch ein drittes Mal bei demselben Event wieder fahren, muss für dieses Rennen aus der Boxengasse gestartet werden und das Fahrerkonto wird mit 4 Strafpunkten belastet. Ein vierter Verstoss bei dem selbigen Event hat die gänzliche Disqualifikation vom Rennen zur Folge. 

Die anderen Strafen für langsames Fahren auf der Rennlinie, Stören eines anderen Fahrers und Sanktionen für gefährliches Fahren bleiben weiterhin in Kraft und werden folglich weiterhin unabhängig von den Sektorzeiten betrachtet.

Text: Doreen Müller

Foto: motogp.com

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