Motegi-GP: Marquez „Ich dachte es wäre hier unmöglich!“

5803470d69a596-90814502

Marc Marquez holte sich beim Motorrad Grand Prix in Japan nicht nur den 55. Sieg in seiner Karriere sondern krönte sich vorzeitig zum MotoGP Champion 2016. Der Spanier hatte einen sehr guten Start und wurde in der Anfangsphase direkt in einen Führungskampf mit Jorge Lorenzo und Valentino Rossi verwickelt.

In der zweiten Runde überholte Marquez zunächst Valentino Rossi und übernahm in Runde 4 die Führung von Landsmann Lorenzo. Im Kampf um den Sieg gab der Mallorquiner alles und brachte so eine halbe Sekunde Abstand zwischen sich und Lorenzo. Als Titelverfolger Valentino Rossi schliesslich ausfiel, legte Marquez noch einmal einen Zahn zu um keine Luft an die Siegeschance zu lassen. Nachdem auch Lorenzo kurz vor Schluss gestürzt war, gelang es den Verfolgern nicht mehr Marquez einzuholen und der 23-Jährige siegte deutlich und hole sich somit den Meistertitel.

„Es ist unglaublich! Noch bevor das Rennen begann, hatte ich nicht erwartet Champion zu werden und ich sagte mir, das wäre hier unmöglich. Wie auch immer, als ich sah das Rossi ausgeschieden war, habe ich mich entschieden hart um den Sieg zu kämpfen. Ich bin so hart gefahren, wie ich nur konnte und als es nur noch drei Runden waren, las ich auf meinem Pitboard, dass auch Lorenzo ausgefallen war. Danach machte ich in vier oder fünf Kurven einige Fehler, denn es war sehr schwierig fokussiert zu bleiben,“ berichtete Marquez freudestrahlend.

„Ich bin sehr glücklich, denn dieser Titel ist etwas sehr Besonderes in Anbetracht der Stürze, die ich letztes Jahr hatte und natürlich auch weil es in Motegi, in Hondas Heimat passierte. Honda arbeitete dieses Jahr so hart und nun können wir die Früchte dieser Arbeit auf dieser Strecke, wo wir auch oft Probleme hatten, sehen. Ich selbst habe mich während der Saison auch verbessert und zum Beispiel gelernt besser mit dem Michelin Vorderreifen umzugehen. Es war ein anspruchsvolles Jahr, aber auch ein fantastisches. Es ist grossartig für mein Team und natürlich möchte ich auch meine Grossmutter nicht vergessen, welche in diesem Jahr verstorben ist und sehr glücklich mit dieser Weltmeisterschaft wäre. Nun können wir es einfach geniesse und können die letzten drei Rennen vielleicht mit etwas mehr „Marc Marquez“ Style angehen.“

Text: Doreen Müller

Foto: Repsol Honda

Tags:,

Trackback von deiner Website.

Kommentieren