Misano-GP: Sperre für Fenati

Eine sehr unschöne Szene spielte sich im Rennen der Moto2 beim Großen Preis von San Marino in Misano ab. Deren Akteure waren mit Romano Fenati und Stefano Manzi zwei Einheimische. 

In der Schlussphase des Rennens hatte Fenati (Marinelli Rivacold Snipers) seinem Landsmann auf der Geraden, die aus dem ersten Sektor in die “La Quercia”-Spitzkehre führt, mit der linken Hand in die Bremse gegriffen. Dies ahndete die Rennleitung sofort mit der schwarzen Flagge für Fenati, der sich somit seinen Heim-Grand Prix kaputt machte. 

Schlimmer noch trifft den Italiener die Bestrafung nach dem Rennen. Die Rennleitung sperrte ihn für die nächsten zwei Rennen in Aragón und Thailand. Schon in der Vergangenheit immer wieder für sein aufbrausendes Gemüt bekannt. So bekam er 2015 beim Großen Preis von Argentinien eine Strafe dafür, dass er beim Training in der Auslaufrunde Niklas Ajo getreten und den Kill-Schalter des Finnen betätigt hatte. 

Manzi, der bei der Aktion in Misano Glück hatte, nicht zu stürzen, wurde seinerseits mit sechs Grid-Positionen beim nächsten GP bestraft. Allerdings bezieht sich diese Strafe auf eine vorherige Aktion. Der Vorfall mit Fenati wurde auch bei der Pressekonferenz der MotoGP zur Sprache gebracht. Während sich Andrea Dovizioso und Marc Marquez eher bedeckt hielten, fand LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow klare Worte für Fenati:

“Die Anderen sind zu diplomatisch. Ich finde, er sollte nie wieder Motorradrennen fahren. Eigentlich hätte ihm sein Teamchef dafür in der Garage gleich eine verpassen sollen. Sowas kann man gegenüber einem anderen Rennfahrer nicht machen. Wir riskieren unser Leben schon so genug. Bestimmt gab es vorher schon irgendeinen Kontakt, aber Kontakt gibt es die ganze Zeit. Der Videoaufzeichnung nach ist Fenati weit gegangen, Manzi hat überholt und dabei haben sie sich berührt. Das ist Rennsport. Aber jemandes Bremshebel auf der Geraden zu ziehen…dafür sollte er fliegen.”

 

 

Text: Dominik Lack

Foto: MotoGP.com

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Kommentare (1)

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    Harry H.

    |

    Was für eine Aufregung.
    Als vor einigen Jahren Rossi und Biaggi unseren Ralf Waldmann bei Tempo 200 in die Zange genommen haben und einer von beiden Waldis Handbremshebel zu zog, hat das keinen Menschen interessiert. So sei halt Motorsport hiess es …

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