Misano-GP: Fenati gewinnt Sturzfestival, starker Öttl

Ein wahres Sturzfestival sahen die italienischen Fans auf einem verregneten Circuit Marco Simoncelli in Misano. Nur 15 von 32 gestarteten Piloten sahen die Zielflagge. Grund zum Jubel hatten die Tifosi dennoch, denn Romano Fenati dominierte das Geschehen und fuhr zu einem sicheren Sieg. 

Am besten von der Linie weg kam Jorge Martin, der nach der Bestrafung Enea Bastianinis von der Pole startete. Der Spanier kam vor Romano Fenati und Joan Mir als Erster aus der ersten Runde. Teamkollege Fabio di Giannantonio musste derweil ausgangs der letzten Kurve weit gehen. 

Während sich das Spitzentrio – bald angeführt von Fenati – absetzte, sammelten sich dahinter Bo Bendsneyder, Philipp Öttl, di Giannantonio und Aron Canet, die jedoch den Anschluss nicht halten konnten. Die drei letztgenannten wechselten munter die Positionen und kämpften nach einem Sturz von Bendsneyder um Platz vier.

Der Führende Fenati fuhr nach wenigen Runden einen Vorsprung heraus, der noch größer wurde, nachdem Mir und Martin mit Fehlern einen weiten Bogen fahren mussten. Die Podiumspositionen änderten sich zur Rennmitte noch einmal, als Jorge Martin stürzte und aus dem Rennen ausschied. 

Vorn verwalteten Romano Fenati und Joan Mir ihre jeweiligen Vorsprünge, doch dahinter spitzte sich der Podestkampf zwischen di Gianantonio und Canet zu, die sich einige Male überholten. Schließlich klärte sich die Situation aber doch, nachdem Canet wie viele andere Fahrer auch ausrutschte. So standen Fenati, Mir und di Giannantonio auf dem Treppchen. 

Philipp Öttl fuhr als Vierter über den Zielstrich gefolgt von Nicolo Bulega, Bendsyneder und Kornfeil, die beide das Rennen wieder aufnehmen konnten und Albert Arenas. Andrea Migno und Jaume Masia komplettierten die Top 10. Punkte gab es außerdem für Manuel Pagliani, Marcos Ramirez, Patrik Pulkkinen und Alex Fabbri.

Sogar Enea Bastianini, der gleich zweimal stürzte, holte als 15. noch einen Punkt. Weitere stürzende Fahrer waren Gabriel Rodrigo, Tatsuki Suzuki, Lorenzo dalla Porta, John McPhee,  Jules Danilo, Juanfran Guevara, Nakarin Atiratphuvapat, Ayumu Sasaki, Toni Arbolino, Kaito Toba und Kevin Zannoni. Niccolo Antonelli stürzte wie Bastianini zweimal, konnte im Gegensatz zu seinem Landsmann aber nicht weiterfahren. 

Livio Loi und Maria Herrera gingen nach gebrochenen Schlüsselbeinen nicht an den Start.

Die Rennergebnisse gibt es HIER

 

Text: Dominik Lack

Foto: MotoGP.com

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