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Assen: Michael van der Mark im Interview über seine Heimstrecke Assen

Michael van der Mark Schlafmaske TitelEin Fahrer, der bei der Superbike-WM auf dem TT-Circuit in Assen besondere Beachtung findet, ist der Lokalmatador Michael van der Mark. Der Holländer konnte seine Fans im letzten Jahr mit einem Doppelpodium begeistern. Dementsprechend groß war der Andrang am Donnerstag, als obligatorisch die Presse Zeit hatte, sich mit Fahrern zu treffen und ein Paar letzte Statements vor dem Wochenende zu bekommen. Wir haben mit Michael nicht nur über seine Chancen beim Heimrennen gesprochen, sondern ihn die Strecke auch im Zuge unserer Schlafmasken-Aktion zeichnen lassen. 

 

Bist Du an diesem Wochenende noch etwas beschäftigter als sonst, mit den ganzen holländischen Journalisten hier?

Nur am Donnerstag. Manche versuchen ja sogar, ein Interview ohne vorherige Terminabsprache zu machen (lacht)

Du hattest einen guten Start in die Saison. Was ist dieses Jahr denn besser?

Es ist vor allem die Erfahrung aus dem letzten Jahr. Außerdem fühlt sich das Bike stabiler an und es ist besser zu fahren. Ich glaube das Bike, aber auch ich als Fahrer haben sich verbessert. Dadurch hatten wir einen besseren Start in die Saison.

Sonst hat die Fireblade in Sachen Konstanz immer ein Paar Probleme gehabt, Habt Ihr für dieses Problem Lösungsansätze?

Dieses Jahr haben wir ja bereits ein konstanteres Bike kreiert. Wir haben einfach viele Sachen ausprobiert, auch beim Jerez-Test. Mit dem Chassis haben wir so einen großen Schritt nach vorn gemacht. Dann sind wir nach Australien gekommen und es hat funktioniert. Auch in Thailand hat es funktioniert. In Aragon hatten wir nur ihm Rennen ein Paar Probleme. Ich finde schon, dass wir jetzt ein konstantes Bike haben. Es ist auch ohne großes Zutun schnell.

Eine Frage, die Dir bestimmt viele schon gestellt haben: Nicky Hayden ist ein starker Teamkollege. Setzt Dich das etwas unter Druck?

Ich finde es eigentlich ganz gut, jetzt schauen immer alle auf ihn (lacht). Er hat so viel Erfahrung und er ist auch sehr schnell. Meistens ist er aber sehr dicht an mir dran. Man möchte natürlich immer seinen Teamkollegen schlagen. Man pusht noch ein bisschen mehr.

Gibt es einen Austausch?

Der Austausch in unserem Team ist immer sehr groß. Es gibt keine Geheimnisse. 

Das Ten Kate-Team war ja immer sehr offen, oder? In der Vergangenheit konnte man als Zuschauer über ein Plateau immer in die Box gucken…

Dieses Jahr haben wir das nicht mehr. Als ich noch Kind war habe ich da oben ja auch immer gestanden. Das einzig schwierige ist, dass die Leute dort immer alles hören, was man sagt. Man muss über alles zweimal nachdenken was man sagt. Wenn man sauer ist, kann sich nicht gehen lassen. Ich denke aber, dass es für die Fans immer eine sehr schöne Erfahrung war, mal in die Box zu gucken während der Sessions. Für uns als Fahrer ist es jetzt aber entspannter. 

Du erwähntest, dass Du als Kind schon hier warst. Jetzt ist es das 25. Mal, dass die Superbike-WM in Assen ist. Was ist Deine schönste Erinnerung als Zuschauer und als Fahrer?

Als ich elf war bin ich zur MotoGP gekommen und konnte auf dem Bike von Valentino Rossi sitzen. Das war der Moment, an dem ich mit dem Rennsport anfangen wollte. Es war zwar nur ein Show-Bike, aber für mich war es einfach Rossis Bike. Es war seine erste Yamaha. Letztes Jahr lief es als Fahrer dann natürlich super. Ich war sofort schnell, hatte im Rennen ein Paar schöne Fights mit den Spitzenfahrern und habe mein erstes Podium geholt. Das hätte ich nicht erwartet, auch wenn ich gedacht hatte, dass die Top 5 möglich wären. 

Dieses Jahr ist der Sieg das Ziel und das Podium ein Minimum. Das Layout mag ich sehr. Es hat sich zwar in den Jahren viel getan, aber alles in allem mag ich es immer noch.

Meinst Du, dass Du die Strecke im Schlaf könntest?

Ja das ist doch easy.

 

Van der Mark Schlafmaske

Van der Mark Schlafmaske II

 

Text: Dominik Lack

Fotos: Dominik Lack

 

 

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