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Sachsenring-GP: Luca Marini „Der deutsche Humor ist schon speziell!“


Trotz des Regens konnte es Luca Marini kaum erwarten auf dem Sachsenring an den Start zu gehen. Nachdem der Italiener in Assen am vergangenen Wochenende von einem anderen Piloten abgeräumt wurde, wartet der 19-Jährige auf eine neue Chance sich beweisen zu können. Aber auch auf die neue Strecke war Rossi´s Halbbruder schon ganz gespannt und hatte bereits ein paar Sachen über die Deutschen in Erfahrung gebracht, wie er uns im Vorinterview verriet.

Mit Maria Pohlmann und Milena Körner sind in diesem Jahr zwei deutsche Damen Teil eures Teams. Hat sich für dich dadurch viel verändert?
„Ja, das ist schon ein Unterschied, aber beide sprechen ganz gut italienisch. Es ist ein Vorteil für mich, denn dadurch kann ich noch besser englisch lernen und auch ein paar Worte in Deutsch.“

Welche Wörter in Deutsch kannst du denn sprechen?
„Momentan ist es noch zu wenig um sich zu unterhalten. Es sind die einfachsten Sachen: „Danke“, „Große Scheiße“… Wenn Jemand versucht eine neue Sprache zu lernen, sind es meist die schlechten oder einfachen Wörter, die man lernt, das wäre ja im italienisch auch so und wenn du es nicht jeden Tag sprichst, ist es auch schwierig. Man vergisst zu viel.“

Hast du in der Zwischenzeit von den beiden etwas besonderes über die Deutschen gelernt oder kennst du eine berühmte deutsche Persönlichkeit?
„Ich habe jetzt noch keine Berühmtheit kennen gelernt aber wir haben schon oft über den deutschen Humor gesprochen. Die Italiener und die Deutschen haben einen sehr, sehr unterschiedlichen Humor und wenn Milena und Maria manchmal etwas witziges sagen, verstehe ich das nicht so ganz, weil das auf Italienisch nicht so witzig ist.“

Wie schwierig ist es für dich nach Assen so schnell zu einem nächsten Rennen zu kommen ohne eine große Pause dazwischen zu haben?
„Für mich ist es nicht so gut zwei Rennen direkt hintereinander zu haben. Ich mag das nicht ganz so sehr und ziehe es vor nach einem Rennen eine Woche mich zu Hause regenerieren zu können und dann zum nächsten Rennen zu fahren. Aber das wichtigste ist, dass nachdem es aufgrund Corsi in Assen nicht so gut für mich gelaufen war, ich eine gute Möglichkeit habe in die vorderen Positionen zurückzukommen und ein gutes Resultat zu holen.“

Im letzten Jahr konntest du dein bestes Saisonergebnis mit dem sechsten Platz auf dem Sachsenring holen. Was erhoffst du dir in diesem Jahr für den deutschen Grand Prix? Und was erwartest du von der Strecke u.a. aufgrund des neuen Asphalts?
„Ich habe gute Erinnerungen an die Strecke aus dem vergangenen Jahr, aber das Rennen war unter nassen Bedingungen und ziemlich Strange. Es gab viele Stürze. Ich wusste das der alte Asphalt nicht so gut war und es war wichtig für mich das Renne zu beenden. In diesem Jahr wird es interessant sein wie sich die Strecke mit dem neuen Asphalt verändert hat, es wird besser sein unter trockenen wie auch nassen Bedingungen. Mein Ziel wird es sein während dem gesamten Wochenende vorn mitzufahren, ein gutes Training so wie ein gutes Qualifying zu haben und sehr gut ins Rennen zu starten. Aber auch das Wetter ist eigenartig.“

Welche Wetterbedingungen würdest du für das Wochenende bevorzugen?
„Momentan wäre das trocken, denn ich möchte mich selbst verbessern können und ich weiß dass es von den ersten zwei, drei Piloten eine kleine Lücke gibt und ich möchte gern die Lücke zu ihnen schließen und schneller werden.“

Glaubst du, dass dir deine Schulterverletzung hier noch Probleme bereiten wird?
„Nach dem Assen Grandprix war es schwierig. Ich spürte Montag, Dienstag Schmerzen und ich weiß, dass mir der Sachsenring da nicht entgegen kommt, denn es geht eine ganze Zeit lang links rum. Du bleibst vielleicht 30.40 Sekunden links und das wird schwierig. ich versuche mit dem Clinica Mobile aber alles für meine Schulter zu tun und mit dem Adrenalin im Rennen wird es vielleicht ganz gut.“

Hast du in den vergangenen Monaten, seit dem du in der Moto2 bist viel gelernt oder deinen Fahrstil verändert?
„Ich habe ziemlich viel gelernt und es würde jetzt viel Zeit beanspruchen dir das alles genau zu erklären. Das wichtigste für mich war jedoch, dass ich die ganze Zeit härter arbeite. GP ist nicht nur in der Rennwoche- oder am Wochenende, du musst genauso zuhause arbeiten. Ich habe meinen Fahrstil verbessern können und ein wenig geändert. Wenn ich Videos aus dem letzten Jahr anschaue, sehe ich Unterschiede bei mir und ich fühle mich jetzt wohler auf dem Bike. Ich komme besser mit der Front zurecht,  was für mich wichtig ist. Das Bike in diesem Jahr ist besser für mich, aber die Arbeit hört nie auf! Ich muss mich noch mehr verbessern!“

Nach dem letzten Wochenende hast du am Sachsenring, aufgrund Baldassarris Crash vorübergehenden einen neuen Teamkollegen bekommen. Macht dies viel für dich aus? Steht ihr Jungs dennoch in Kontakt, tauscht ihr euch aus?
„Ich denke, es ist das gleiche mit dem neuen Teamkollegen. Ich bin dennoch traurig für Balda, denn er ist sehr stark und schnell mit dem Bike. Balda half mir! Ich habe gern einen starken Teamkollegen, denn das hilft einem viel zu lernen. Mit Federico verbindet mich eine großartige Freundschaft, aber mit Balda könnte ich mehr Dinge sehen, was mit Federico sicherlich schwieriger wird. Ich wünsche Balda das beste und ich weiß, dass er spätestens in einem Monat wieder bereit sein wird und nach dem Crash wird dies großartig sein.“

Text: Doreen Müller

Foto: Maria Pohlmann

 

 

 

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