Lorenzo Baldassarri „Valentino ist Freund und Lehrer“

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Lorenzo Baldassarri ist derzeit noch auf der Jagd nach seinem ersten Sieg in der Moto2-Klasse. Bisher lief es für den Forward-Racing-Piloten diese Saison eher wechselhaft. Zwar fuhr er in Mugello vor seinem Heimpublikum einen starken zweiten Rang ein, doch stehen ihm auch viermal null Punkte zu Buche. Wir haben uns mit Baldassarri unterhalten.

Lorenzo, Du kommst als WM-Zwölfter nach Hohenstein-Ernstthal. Wie zufrieden bist Du damit?

Ich bin auf jeden Fall zufrieden mit den Resultaten in Mugello und auch in Assen. Aber ich bin nicht zu hundert Prozent happy. Der Saisonbeginn für mich war wegen der Verletzung von Katar sehr hart. Meine Erwartungen waren völlig andere. Es war wirklich schwierig, zurückzukommen und schnell zu sein. Nun sind wir aber da. Ich muss einfach konstant sein.

Dieses Jahr ist Dein Forward-Racing-Team nur noch in der Moto2 unterwegs. Wie hat das die Arbeitsweise und den Support beeinflusst?

Für mich ist die Situation jetzt besser, weil das Team hundert Prozent konzentriert ist. Sie sind voll und ganz für uns da.

Was gilt es aus Deiner Sicht momentan eher zu verbessern: Dich als Fahrer oder das Bike?

Ich bin immer sehr auf meinen Fahrstil fokussiert. Das ist das wichtigste, was es zu verbessern gilt. Ich versuche, mich und das Limit zu erweitern. Außerdem müssen wir am Bike arbeiten. Dieses Jahr sind natürlich alle Bikes sehr ähnlich, weil es so viele Kalex´gibt. Darum ist das Setup von der technischen Seite her so wichtig.

Gibt es eigentlich Momente, in denen Du auch mal die Nase voll vom Rennsport hast?

Ja klar. Ich bin auch gern mit meinen Freunden zusammen und außerdem mag ich angeln. Zwar ist dafür während der Saison außer im Sommer wenig Zeit, aber ich gehe gern an den See und fische dort oder fahre Boot.

Was machst Du, wenn Du von einem Rennen nach Hause kommst?

Wenn ich zuhause ankomme, relaxe ich einen Tag komplett. Ich versuche abzuschalten und dann beginne ich schon wieder mit dem Training und der Vorbereitung für das nächste Rennwochenende. 

 

Hast Du beim Training einen Tagesplan?

Ja wir haben einen Plan von der VR46 Academy. Da geht es vor allem um das Training draußen und um die Fahrzeugkontrolle, was wir vor allem beim Dirttrack üben. Die Bedingungen bei den Rennen wechseln ja ständig und darauf bereiten wir uns vor. An Tagen, wo wir nicht auf der Strecke trainieren, machen wir Fitness. 

In der Moto3-Klasse hat man beim Rennen in Assen gesehen, wie stark die italienischen Fahrer sind, vor allem die der „Academy“. Wie bewertest Du das Konzept der VR46?

Es ist ein erfolgreiches Konzept! Dieses Jahr ist die VR46 sehr organisiert. Wir arbeiten in der Gruppe und helfen uns. Ich bin stolz, Teil davon zu sein. Man sieht einfach die Verbesserungen. 

Welche Rolle spielt Valentino Rossi bei dem ganzen?

Valentino ist wichtig. Er ist sowohl Freund als auch Lehrer. Wir trainieren zusammen und holen seinen Rat ein. 

 

Text: Dominik Lack

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