Le Mans: Schrötter „verärgert über mich selbst“

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Nach einem guten Start gelang es Marcel Schrötter in den ersten Runden des Moto2-Rennens im vorderen Feld mitzuhalten und Positionen gut zu machen. Der AGR Pilot lieferte sich mit Dominik Aegerter ein heißes Duell um Platz sieben und überholte schließlich den Schweizer in der Dunlop-Schikane. Nach dieser starken Perfomance verlor Schrötter jedoch erneut das Vertrauen in seine Kalex und so zeigte sich den Zuschauern ein ähnliches Bild wie zwei Wochen zuvor in Jerez.

Wie schon im letzten Rennen in Spanien konnte Schrötter seine starke Anfangsleistung  nicht bis zum Schluss durchhalten und kam somit „nur“ als 14. ins Ziel. Zwei WM-Punkte stellten wenig Trost für den Deutschen dar.

„Es fällt nicht leicht die Situation zu erklären. Letztendlich war es ähnlich wie in den Trainings und im Qualifying. Ich kann immer nur für ein paar wenige Runden kämpfen und auf höchstem Niveau mithalten,“ so Schrötter bei Zielankunft.  „Nachdem es mir gelang viele Fahrer zu überholen, versuchte ich wirklich alles, um meine Position zu halten. Doch ich musste sehr bald feststellen, dass in vielen Kurven das Vertrauen in die Front verloren geht. Es war ein seltsames Gefühl. Trotzdem konnte ich meine Gruppe für eine Weile anführen. Doch sobald Sam (Lowes) mich überholte, konnte ich ihm trotz aller Bemühungen nicht folgen. Es fehlte wiederum dieses Quäntchen. Zumindest gelang es mir die anderen Fahrer hinter mir zu halten, aber es war ungemein schwierig das Limit zu finden.“

Dabei geriet Schrötter zum Schluss noch einmal in einen Zweikampf mit Luis Salom, der an dem Bayer vorbeiziehen wollte. „Er [Luis Salom] wollte unbedingt an uns vorbei und dabei haben wir uns ein paar Mal berührt. Bei der letzten Berührung ist allerdings die ganze Gruppe an uns vorbeigerauscht. Ich denke, er hätte den Zeitpunkt besser wählen sollen, dann wäre das sowohl für ihn als auch für mich besser ausgegangen.“ Durch dieses Manöver irritiert, habe Schrötter sein Pit-Board außer Acht verloren und somit die letzte Runde verpasst. „Mein Plan war es, mir die Jungs im letzten Augenblick wieder zu schnappen,“ erklärte er. „Diesen Fehler muss ich mir allerdings selbst zuschreiben und ich bin deswegen auch etwas verärgert über mich selbst. Aber vorrangig müssen wir etwas finden, das mir erlaubt, das Tempo bis zur allerletzten Runde des Rennens zu halten. Nun fahren wir nach Mugello und versuchen uns dort zu verbessern.”

Text: Doreen Müller

Foto: AGR Team

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