Le Mans: Schrötter “passiert schnell Vertrauen zu verlieren”

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“Es fällt mir schwer diesem Qualifying etwas Positives abzuringen, auch wenn der zwölfte Startplatz gewiss kein Desaster ist. Doch aufgrund des starken gestrigen zweiten Trainings und dem noch besseren FP3 heute Vormittag, bin ich mit anderen Erwartungen in diese Session gegangen. Vor allem hat das dritte Training enormen Auftrieb gegeben, als fast alle Fahrer zum gleichen Zeitpunkt und bei gleichen Bedingungen mit der gleichen Reifenoption draussen waren. Ich fühlte mich dermassen wohl und umso bereiter für das Qualifying”, so Marcel Schrötter nach der Quali-Session der Moto2.

Der AGR-Pilot war mit weichen Reifen im dritten Freien Training schnell unterwegs und positionierte sich mit knapp 0,337 sec auf Rang 5. Demzufolge rechnete sich Schrötter gute Chancen für das Qualifying aus. Letztendlich reichte es “nur” für Startplatz 12, worüber der 23-jährige sichtlich enttäuscht war. Im Anschluß ging Schrötter selbstkritisch mit seinen eigenen Leistung ins Gericht. “Wie schon des Öfteren fehlte im entscheidenden Augenblick das letzte Quäntchen. Es zieht sich eigentlich schon seit Saisonbeginn hin, dass ich bis zu einem gewissen Punkt auf einem sehr hohen Level fahren kann, aber es will uns nicht gelingen das Niveau für zwei, drei Runden oder darüber hinaus zu steigern. Es passiert eigentlich recht schnell, dass ich mein Vertrauen verliere,” so der Bayer weiter. 

“Vielleicht lag es heute auch an den leicht geänderten Bedingungen am Nachmittag. Jedenfalls war das Gefühl für die Front anders. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Reifen, die wir im Qualifying gefahren sind, von der Performance her gleich zu denen waren, die wir in FP2 und FP3 verwendeten. Heute Vormittag bin ich mit gebrauchten Reifen konstant hohe 1´37er Rundenzeiten gefahren. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Reifen bereits 28 Runden drauf. Von dem her haben wir mit neuen Reifen erwartet, schneller zu sein.”

Nach dem Reifenwechsel an der Box war und knapp 15min. auf der Uhr versuchte Schrötter erneut seine Rundenzeiten zu verbessern, zwei Beinah-Stürze ließen den deutschen jedoch erneut vorsichtiger agieren und es gelang somit nicht zwei, drei Zehntel draufzulegen, um wie erhofft in der dritten Reihe stehen zu können. Kampflos aufgeben wolle Schrötter jedoch nicht. “Wir müssen nun alles checken, um zu sehen, dass ich wieder das gute Gefühl für das Bike wie heute Vormittag bekommen. Das Rennen ist trotzdem noch nicht verloren, weil ich denke, dass auch aus der vierten Reihe noch einiges möglich ist. Ich bin mir sicher, dass wir morgen in den Top-10 ins Ziel kommen können.”

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Text: Doreen Müller

Foto: AGR Team

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