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Lausitzring: Tim Georgi „Hab selbst nicht gedacht, dass es so gut läuft“

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Im ADAC Northern Europe Cup lieferten sich die Piloten auf dem Lausitzring ein spannendes Rennen. Beide Pole-Setter, Matthias Meggle in der Standard-Klasse und Tim Georgi in de GP-Klasse konnten ihre Positionen behaupten und sich beim vierten Saisonlauf den Sieg holen. Der 15-jährige Georgi kam dabei mit 28.670 sec Vorsprung über die Start-Ziel-Linie und fuhr somit beinah ausserhalb jeglicher Konkurrenz. In der GP-Klasse liegt Tim Georgi derzeit mit nur 3 Punkten Rückstand auf dem 2. Rang hinter Ernst Dubbink (78 Punkte). Wir haben uns im Anschluss mit dem jungen Nachwuchstalent unterhalten und Tim gefragt, was sein Geheimnis heute war.

Mit 28.670 sec Abstand kamst Du weit vor dem Zweitplatzierten Ernst Dubbink ins Ziel. Zudem hast Du mit 1:49.019 die schnellste Rundenzeit hingelegt. Was hat Dich hier so stark gemacht?
Ich war schon das ganze Wochenende ziemlich gut unterwegs und da die anderen im Feld in der Standardklasse unterwegs sind, war der Abstand so gross. Aber das es so gut heute läuft, dass hätten wir selbst nicht gedacht. Natürlich geht immer noch ein bisschen mehr aber ich bin schon zufrieden.

An diesem Wochenende bist Du erneut von Pole gestartet. In vergangenen Rennen hattest Du oft Probleme beim Start gut wegzukommen. Wie schaut es jetzt damit aus?
Generell konnte ich mich dahingehend verbessern, obwohl mein erster Start heute eigentlich nicht so gut war. Dann wurde jedoch das Rennen abgebrochen wegen einem Sturz. Im zweiten Rennen habe ich einen viel besseren Start erwischt und konnte gleich ganz gut wegfahren. 

Stellt es dennoch für Dich eine Herausforderung dar im Rennen vorn zu bleiben, wenn man von Anfang an die Spitze anführt?
Wenn ich dann einmal freie Fahrt habe, versuche ich schon erstmal wegzufahren, damit die Gegner mir nicht in jeder Kurve rein stechen können. Da liegt mein Fokus erst mal darauf, dass ich von den Verfolgern weg komme. Im Rennen dann vorn zu bleiben, ist für mich eher weniger ein Problem.

In diesem Jahr fährst Du eine KTM. Wie kommst Du mit Deinem Bike zurecht und wo liegen für Dich die Unterschiede?
Es gibt schon riesen Unterschiede für mich. Ich bin auf einem komplett anderen Motorrad unterwegs, mit mehr Leistung. Das ist nicht ganz so einfach. Ich finde mich schon ganz gut zurecht mit der KTM, aber ich brauche glaube ich noch ein paar Rennen, dass ich auch in Spanien ganz vorn dabei sein kann.

Was genau fehlt Dir um besser zu Recht zu kommen?
Eigentlich liegt es weniger am Bike. Ich komme mit der KTM RC250GP schon ganz gut zurecht. Es liegt mehr an mir selber. Ich hatte im letzten Jahr einen schweren Sturz und habe da noch nicht so ganz den Kopf frei. Ich merke aber, dass es von Turn zu Turn besser wird.

Du gehst in diesem Jahr in zwei Serien an den Start, neben der Junioren-WM auch im ADAC Northern Europe Cup. Stellt dies eine besondere Doppelbelastung für Dich dar?
Das geht eigentlich. Hier ist das fahrerische Niveau nicht ganz so hoch wie in Spanien. Dort hab ich es schon schwerer um Punkte zu kämpfen. Nebenbei gehe ich noch zur Schule, da schaut es eigentlich auch ganz gut aus. Ich habe jedoch jetzt Abschlussprüfung und muss deswegen das nächste Rennen auslassen.

Hast Du motorsportliche Vorbilder auf die Du schaust?
Da gibt es eigentlich nur noch einen. Rossi. Früher waren es mal Lorenzo und Crutchlow, aber das hat sich geändert, obwohl ich von Cal immer noch Fan bin. Ich hatte auch schon mal die Möglichkeit beide zu treffen und mich mit beiden zu unterhalten.

 

Text und Foto: Doreen Müller

 

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