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Lausitzring Sidecar: Roscher/Burkard siegen nach grandioser Aufholjagd

Sidecar Biele-Pixxx

Technische Defekte prägten das Rennen der Seitenwagengespanne im Rahmen der IDM Superbike, bei dem am Ende ein Deutsch-Schweizer Gespann deutlich die Nase vorn hatte. Mit 17.566 sec Vorsprung vor Streuer/Koerts holten sich Mike Roscher und Anna Burkard ihren ersten Sieg nach einer überragenden Zeitenjagd.

Anfangs sah es jedoch nach einem ganz anderen Favoriten beim ersten Meisterschaftslauf in der Lausitz aus. Markus Schlosser, der mit Beifahrer Daniel Hauser von Pole gestartet, entschied die Anfangsphase klar für sich und zog allen davon. Für Irritationen sorgte im Vorfeld bereits die Lederkombi des Beifahrers, da für den Zuschauer noch der Name Hofers zu erkennen war. Hofer konnte jedoch an diesem Lauf nicht teilnehmen und wurde durch den Schweizer Hauser, der zuletzt 1998 in einem Gespann gesessen war. Schlosser/ Hauser setzten sich von der ersten Runde an vom übrigen Fahrerfeld ab und brannten 1:48er Zeiten auf den Asphalt. Mit 4,5  Sekunden Vorsprung behielt das Schweizer Duo die Führung vor Sattler/Neubert und den amtierenden Weltmeistern Streuer/Koerts.

Doch nach vier Runden kam in Sektor 3 das Aus für Schlosser/Hauser. Erneut machten technische Probleme dem Gespann einen Strich durch die Rechnung. Bereits zum WM Lauf in Le Mans hatte Schlosser mit einem „zickenden Gespann“, konnte sich jedoch dort noch den dritten Platz auf dem Podium sichern. Nach Schlossers Aus war der Weg zunächst frei für Josef Sattler und Uwe Neubert. Dahinter weiterhin Streuer/Koerst auf zwei und Rutz/Fries auf drei, dicht gefolgt von Mike Roscher und Anna Burkard, die den Start völlig verpatzt hatten und zwischenzeitlich auf Rang sechs zurückgefallen waren. Doch Runde um Runde wurde das Duo schneller und arbeitete sich von Position vier in Richtung Führung vor.

Nachdem Roscher/Burkard sich Rutz/Fries geschnappt hatten, erfolgte in Runde sechs der Angriff auf das Niederländer Meisterduo. Dabei waren die Deutsch-Schweizer mit ihrer eigenen Bestzeit von 1:48.237 sec bereits 1,5 sec schneller als Streuer/Koerts und schlossen somit rasch auf die Spitze auf. Nachdem Roscher/Burkard an Streuer/Koerts vorbei waren, liess der Angriff auf die in Führung liegenden Sattler/Neubert nicht lange auf sich warten und Roscher/Burkard zogen vorbei. Danach lief es für Josef Sattler und Uwe Neubert nicht mehr so rund, die Deutschen wurden Position für Position weiter nach hinten durch gegeben. 

An vorderster Spitze setzten sich indes Roscher/Burkard weiterhin deutlich ab und überquerten als Erster nach 15 Runden die Start-Ziel-Linie. Dahinter landeten Streuer/Koerts auf einem sehr guten zweiten Platz, vor Jakob Rutz und Marcel Fries auf drei. Mit knapp 2 Sekunden Rückstand erreichten Sattler/Neubert den vierten Platz, Nussbaum/Prudlik folgten auf fünf. Das LCR Suzuki Gespann mit der Startnummer 34 musste sich im Rennen mit Tassilo Gall und Arjen Portijk auseinander setzen, konnte das Duell jedoch für sich entscheiden und noch einen weiteren Platz gut machen. Schröder/ Werth (LCR Suzuki), Gall/Portijk (LCR F1 Suzuki), Lingen/Bosch (LCR F1 Suzuki), Hirschi/Roth (LCR Suzuki) und Böse/Steinbach (LCR Suzuki) rundeten die Top Ten ab.

Das Rennen nicht beenden konnten Bernhard Pichler mit Ersatz-Beifahrer Manfred Wechselberger auf RSR Suzuki (im übrigen die einzige RSR im Teilnehmerfeld), sowie Peter Kimeswenger mit Markus Billich auf LCR BWM. Pascal Pfaucht und Johann Hölzlwimmer gingen hingegen erst gar nicht an den Start, auch hier war das Problem technischer Natur.

 

Text: Doreen Müller

Foto: Sascha Biele (Biele-Pixxx)

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