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Lausitzring Sidecar: Die Stimmen nach dem Rennen

Sidecar_Biele-Pixxx.

 

Nach dem ersten Lauf der Seitenwagen auf dem Eurospeedway Lausitzring gab es einigen Gesprächsstoff unter den Seitenwagen-Fahrern im Parc Ferme. Wir haben für Euch die Stimmen einzelner Piloten und Beifahrer zusammen getragen. 

„Das Rennen war gut. Die Beifahrerin war die beste. Sie hat sich gut gehalten. Eigentlich wollte ich bloss Zweiter werden und habe gar nicht gemerkt das wir Erster sind“, so Mike Roscher. „Es ist schon schwer hier auf der Strecke zu überholen und wo ich einmal vorbei war, dachte ich mir „Ich will nur wegfahren“ und dann habe ich mich einmal nach hinten umgesehen und da kam dann lange keiner mehr“, so der 50-jährige. Dass das Deutsch-Schweizer Gespann am Ende sogar mit 17 Sekunden Vorsprung sich den Sieg holte, darüber waren beide sehr erstaunt und freuten sich über ihre neu Bestzeit von 1:48.052.

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Auch Bennie Streuer und Geerts Koerts versuchten über die lange Distanz immer wieder die Zeiten der führenden Gespanne mitzugehen. Gegen die 1:48er Rundenzeiten war an jenem Tag jedoch kein Kraut gewachsen. Ein gesundheitliches Problem bei dem jungen Niederländer sorgte dafür, dass Bennie Streuer die Kraft im Unterarm fehlte um noch mehr aus der LCR Suzuki herauszuholen. Dennoch waren Streuer/Koerts zufrieden mit ihrem Ergebnis, zumal die 4,255 km lange Strecke in der Lausitz neu für beide WM Fahrer war. „Bennie konnte nicht mehr. Er hatte keine Kraft mehr im Arm“, so Geert Koerts. Direkt nach Zieleinfahrt sammele sich die Seitenwagenfamilie um den 31-jährigen, der Mühe und Not hatte das Gespann zu verlassen.

„Wir hatten im Rennen erst einmal mit den anderen Gespannen vor uns zu tun und haben beim Überrunden von Hirschi/Roth und Böse/Steinbach zu tun gehabt. Das hat uns natürlich Zeit gekostet,“ so die drittplatzierten Jakob Rutz und Marcel Fries.

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Auch Gall/Portijk hatten es im Rennen mit harten Duellen zu tun und holten sich am Ende den 7. Platz. Für den Niederländer war der Lauf auf dem Lausitzring eine Premiere. „Mit einem guten Start wäre sicher Platz 5 möglich gewesen, aber unser Start war echt scheisse, daher können wir mit dem siebten Platz schon zufrieden sein. Tassilo kennt die Strecke, aber ich bin hier zuvor noch nie gefahren und ich denke eine schnellere Strecke ist für unser Gespann an sich besser,“ fasste Portijk zusammen. „Die Strecke ist zwar schon schnell, aber wir brauchen eine andere Kurvenführung.“ Dem stimmte Fahrer Tassilo Gall zu und ergänzte: „Die Streckenverhältnisse sind nicht so super. Es ist zu huppelig. Man verliert hier im Grunde genommen den Bodenkontakt und verlässt dadurch die Linie. Das ist hier echt katastrophal.“

Mit Problemen anderer Art hatte das Gespann von Bernhard Pichler und Sohn Mario im Rennen zu kämpfen. „Wir haben wieder ein Elektronikproblem gehabt. Das Gespann war ausgegangen und somit war es das dann,“ so Bernhard Pichler. „Das Problem ist eigentlich, dass wir nicht so genau wissen was es ist und bedeutet somit, dass wir erstmal alles auseinander nehmen müssen, denn bereits am Mittwoch geht es für uns wieder weiter zum Nürburgring.“

Ebenfalls wegen technischem Defekt ausgeschieden waren Markus Schlosser und Beifahrer Daniel Hauser, der für den verhinderten Tom Hofer eingesprungen war. „Die Rundenzeiten waren mit 1:48er Zeiten eigentlich ganz gut. Doch dann hatten wir das gleiche Problem wie in Le Mans. Wir vermuten wieder ein Problem mit dem Kühlwasser. Das heisst für uns auch erstmal erneut auf Fehlersuche gehen so dass wir zum nächsten Lauf startklar sind.“

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Nach einem sauberen Blitzstart, ging es auch für die Österreicher Peter Kimeswenger und Markus Billich zum Ende des Rennens nicht mehr weiter. „Wir sind von Startplatz 12 gestartet und konnten mit einen Blitzstart in der zweiten Kurve bereits als 7ter einbiegen. In der Folge kämpften wir mit dem Team Lingen einen spannenden Zweikampf, den wir leider auf Grund von Problemen von Markus aus Sicherheitsgründen abbrechen mussten“, so Peter Kimeswenger. „Nun geht es wieder nach Hause, damit wir uns auf das Sidecar Trophy Wochenende in zwei Wochen in Most vorbereiten können. Dieses möchten wir wieder zum Trainieren nutzen.“


Text: Doreen Müller

Fotos: Sascha Biele / Biele-Pixxx (Titel), Doreen Müller

 

 

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