Kurz nachgefragt… bei Maria Herrera

Für Maria Herrera lief die erste Saisonhälfte alles andere als rund. Die einzige Frau im Moto3-Feld konnte nur beim Argentinien-GP punkten. In der WM liegt sie deshalb nur auf dem 30. Rang. Am Sachsenring stürzte die 20-Jährige nach fünf Runden, fuhr anschließend weiter, kam dann aber in die Box. Nach einem kurzen Check ging sie wieder auf die Strecke und beendete das Rennen. Wir haben bei ihr anlässlich der Saisonmitte nachgefragt.

 

Die erste Hälfte der Saison ist nun vorbei. Wie würdest Du sie zusammenfassen?

Die erste Hälfte war seitens des Motorrades schwierig. Ich und die KTM hatten viele Probleme. In einigen Rennen, zum Beispiel in Argentinien oder Frankreich konnte ich mich steigern. Wir müssen auf jeden Fall weiter dranbleiben. Das Hauptproblem liegt im Hinterradgrip. Ich slide zu sehr. Die Reifensituation am Sachsenring war für uns zusätzlich schwierig, weil wir nur vier Mediumreifen hatten und der harte Reifen nicht lang genug durchhielt.

Du arbeitest viel mit erfahrenen Piloten wie Carlos Checa und Alvaro Bautista zusammen. Was erzählen sie Dir?

Eigentlich sagen sie mir immer das Gleiche. Ich soll mich nicht ablenken lassen, im Training nicht zu viel verändern, sondern das Bike mehr verstehen und viel mit der gleichen Einstellung arbeiten. Das ist nicht immer einfach, weil die KTM an sich nicht so sehr zu meinem Fahrstil passt. Ich muss viel mit dem Körper arbeiten und verliere dabei hinten das Gefühl. Das war wichtig zu erkennen. 

 

Wir haben es jetzt Juli. Normalerweise ist die Silly Season jetzt schon voll im Gange. Wie sieht es für Dich im nächsten Jahr aus?
Ich versuche mich auf dieses Jahr zu fokussieren und meine Resultate zu verbessern. Mein Ziel ist es aber, in meinem Team auch nächstes Jahr zu bleiben.

 

 

Text: Dominik Lack

Foto: Dominik Lack

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