Klaus Bretter über die Technik beim Fischereihafenrennen

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Beim 59. Fischereihafenrennen werden Fishtown-Rookie Andi Schweiger (Twins und Triples) und Jens Kuck (Superbike Open) von Bretters Zweiradshop technisch betreut. In den Trainings konnten die beiden auf Platz 30 und 15 fahren. Wir haben mit Klaus Bretter über die technische Seite des Starts beim Fischereihafenrennen gesprochen.

 

Magst Du uns kurz sagen, welche Maschinen Ihr am Start habt?

Ich habe die MT 09 mitgebracht, mit der wir letztes Jahr gewonnen haben. Außerdem haben wir eine 1000er BMW dabei, die frisch vom BMW-Händler ist. Jens hat die hier hoch gefahren und wir haben sie rennstreckenfähig gemacht. Morgen bauen wir sie wieder zurück und er fährt damit wieder heim.

Du sprichst von „Rennstreckenfähig“…was musstet Ihr alles umbauen?

Man muss die Ölablasschraube und den Ölfilter sichern. Dann ist es hier in Bremerhaven Pflicht, dass man alle Schrauben vom Bremssattel, also eigentlich alles was mit der Bremse zu tun hat, sichert. Dann muss natürlich der Seitenständer ab. Wir haben noch Sturzpads angebracht und an der Fußrastenanlage andere Hebeleien, um ein besseres Fahrgefühl zu kriegen. Dann müssen natürlich Slickreifen drauf, damit man einen vernünftigen Grip hat und alles was aus Glas ist muss abgeklebt werden. Das war es dann aber auch schon.

Arbeitet Ihr denn noch am Setup?

Nein. Wir wollen mit einem seriennahen Bike mitfahren und zeigen, was geht. Der Gag soll sein, dass man einfach hier hoch fährt, umbaut, mitfährt und dann nach Hause fährt. 

Inwieweit kannst Du noch technisch eigenes einbringen?

Eigentlich gar nicht. Normalerweise könnte man den Motor oder das Fahrwerk abstimmen, aber dazu hat man hier nicht wirklich die Möglichkeit.

Wie sieht es mit Sturzteilen aus?

Haben wir nicht. Es gibt ja quasi nur zwei Trainings, bzw. Qualifikationen und dann zwei Rennen. Wenn was passiert, dann ist es um. Wenn ein Motorrad in den Strohballen einschlägt, hast Du ein Wrack und brauchst erst gar nicht mehr anzufangen, es aufzubauen.

Ihr seid aber auch auf Rundkursen unterwegs…

Ja ganz genau. Wir fahren den Langstrecken-Cup mit einer MV Agusta F3 800 und ich mache den technischen Dienst bei den Rennstreckenveranstaltungen von Doc Sholl. Die Jahre über habe ich ja viel Langstrecke und Seriensport gemacht oder auch beim Tuner-GrandPrix teilgenommen. 

Langstrecke ist aber sicher nochmal ein ganzes Stück anstrengender, als so eine Veranstaltung wie das Fischereihafenrennen, oder?

Ja klar. Da fährt das Bike durchgehend acht Stunden. Wenn sich da einer hinlegt oder man die Reifen wechseln muss, ist das schon stressiger, denn das Bike muss ja schnell wieder raus. Das hier ist ja aber auch mehr eine Kult- und Spaßveranstaltung. Hier muss man einfach dabei sein. Es sind viele Zuschauer da. Heute ist das Wetter nicht so gut, aber sonst haben wir auch Sonntag das drei- oder vierfache von heute. 

 

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Text: Dominik Lack

Fotos: Dominik Lack

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Kommentare (1)

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    dieter

    |

    Hallo Dominik das ist ein guter Artikel !

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