Kevin Wahr stellt den Assen Circuit vor


Am kommenden Wochenende geht es für die Piloten der Superbike WM nach Assen. Supersport-Pilot Kevin Wahr stellt für Racetrack-News den TT-Circuit vor:


Was ist das Besondere am Assen Circuit?
Die letzte Schikane vor Start-Ziel. Dort kann immer ein letzter Überholversuch gestartet werden.

Wo kann man sonst noch überholen?
Vor der Spitzkehre vor der Gegengerade.

Es gibt wesentlich mehr Rechts- als Linkskurven. Gibt es da Probleme mit der Reifentemperatur?
Assen ist hinsichtlich der Reifen keine besonders problematische Rennstrecke. Klar die rechte Flanke wird mehr belastet, aber es hält sich in Grenzen.

Sektor 1:             

Der erste Sektor ist ziemlich langsam und winklig, wo ist man nach dem Start am besten, außen oder innen? 
In der Regel ist die Innenseite immer besser, da man dort nicht abgeräumt werden kann. In Assen gehen dann auch die folgenden Kurven rechts herum, daher ist es auch hierfür gut innen zu sein.

Wie wichtig ist in dem Geschlängel die Linienwahl? 
Die ist generell wichtig, es gibt dort aber verschiedene Möglichkeiten schnell zu sein. Man kann den großen Radius wählen und hat dafür mehr Speed oder man bleibt eng, verliert etwas an Speed, muss aber dafür nicht so viele Meter machen.

Sektor 2:             
         
Die Schikane, die 2005 in die Streckenführung mehr oder weniger neu eingebaut wurde, ist viel korrigiert worden. Was muss man dort beachten? 
Mittlerweile ist es ja gar keine Schikane mehr. Es ist dort sehr flüssig zu fahren und für den Rechtsknick muss kaum noch gebremst werden. Die letzte Variante finde ich nun aber auch die beste.

 Sektor 3           und Sektor 4             

Sind diese Abschnitte eher Stop-and Go-Passagen oder flüssig zu fahren? 
Der Sektor (3) ist eher flüssig. Als Stop and Go würde ich in Assen nur die Linkskurve vor der Gegengerade und die Schikane vor Start-Ziel bezeichnen (Sektor 4).



Daten:
Länge: 4,545km, Linkskurven: 6, Rechtskurven: 11
Rundenrekord SBK: 1:35,893 (Tom Sykes, 2013)    
Rundenrekord SSP: 1:38,608 (Kenan Sofuoglu, 2010)

Text und Interview:  Dominik Lack 

Foto: Dennis Witschel     




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