Katar-GP: Folger „Vielleicht war ich zu vorsichtig“

Der gestrige MotoGP-Sonntag wird wohl als Saisonauftakt noch vielen lange in Erinnerung bleiben. Zunächst hatte Wind und Regen die Wüstenstrecke in Katar unbefahrbar gemacht. Der Start wurde mehrfach abgebrochen. Es wird heiß diskutiert unter den GP-Piloten. Mitten in dem ganzen Trouble saß auch Jonas Folger wartend auf seiner Yamaha, wann es endlich los gehen könnte.

Für den Deutschen war sein Renndebüt in der Königsklasse mehr als aufregend. Am Ende des 21 Runden Rennens konnte Folger Platz 10 und 6 WM-Punkte für sich verbuchen. „Mit Rang zehn in meinem ersten MotoGP-Rennen bin ich zufrieden,“ so Folger am Ende eines turbulenten GP-Wochenendes in Katar, was nicht nur bei einigen Fernsehzuschauern für Verwirrung sorgte. „Es hätte aber besser enden können. Vielleicht war ich am Beginn zu vorsichtig. Es war allerdings schwer einzuschätzen, wieviel Risiko man gehen konnte. Vor dem Rennen hatte es ja leicht geregnet. Die Situation am Start war übrigens sehr verwirrend. Ich wusste gar nicht was ich machen sollte. Daher bin ich einfach auf dem Motorrad sitzengeblieben und habe versucht mich zu konzentrieren,“ schilderte der 23-jährige die mehrfachen Re-Start-Versuche.

„In den ersten Runden war ich mir jedenfalls zu unsicher. Ausserdem wollte ich nicht gleich bei der ersten Gelegenheit wegen eines dummen Fehlers negativ auffallen. Von dem her war ich wohl etwas zu zaghaft und etliche Jungs sind an mir vorbeigerauscht – ich war einfach zu langsam unterwegs. Darüber hinaus hatten wir Probleme mit dem Gewichtstransfer, weil das Bike sehr hoch eingestellt war. Mit vollem Tank war das wirklich ein Problem. Erst ab Rennmitte mit weniger Sprit im Tank hat sich die Situation gebessert und ich konnte zügig aufholen. Ab diesem Zeitpunkt habe ich mich viel wohler gefühlt und ich fuhr eigentlich so locker wie bei den Tests. Jedenfalls war meine Pace gegen Ende des Rennens sehr stark. Ich denke, ich hätte so in etwa um ein Top-6 Ergebnis kämpfen können. Aber das habe ich am Anfang verspielt, die ersten Runden waren heute meine Schwachstelle.In dieser Hinsicht muss ich an mir arbeiten, sowie wir auch das Motorrad mit vollem Tank fahrerbarer abstimmen müssen.“

Text: Doreen Müller

Foto: Monster Yamaha Tech3

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