Jerez-GP: Tulovic “Es ist wirklich brutal”

Lukas Tulovic sammelte bei seinem ersten GP-Lauf in Jerez viele Erfahrungen. Der 17-Jährige, der als Ersatzfahrer für den verletzten Dominique Aegerter bei Kiefer Racing aushalf, beendete sein erstes Moto2-Rennen in der WM in den Top 20.

Tulovic war als 24. gestartet und konnte seine Position in den ersten Runden behaupten. “Trotz des erfreulichen Abschneiden im Qualifying bin ich mit etwas gemischten Gefühlen ins Rennen gegangen. Mir war klar, dass es hinsichtlich der Race-Pace und über die lange Distanz bei einem WM-Rennen richtig hart wird. Genauso kam es dann auch. Ich bin eigentlich gut vom Start weggekommen, doch wenn man in diesem Starterfeld 23 Fahrer vor sich und neun hinter sich hat, dann ist mit dem Ausgehen der Startampel die Hölle los.”, erklärte er im Anschluss.

Auch die Gangart der Konkurrenten kommentierte Tulovic, der sich im Rennen immer weiter nach vorn kämpfte: “Es ist wirklich brutal, jeder fährt bei jeder Gelegenheit die Ellbogen aus.” Schließlich setzte er sich im Kampf gegen den Italiener Federico Fuligni durch und kam als 20. ins Ziel.

“Im Nachhinein bin ich trotzdem ein wenig enttäuscht, da ich gedacht hatte, dass ich an Fahrern dranbleiben kann, die mich am Anfang überholt hatten. Doch irgendwann habe ich mich nicht mehr weiter darum gekümmert, sondern ich habe einfach nur versucht, mein Ding fehlerfrei nach Hause zu bringen. Am Ende sind wir alle mit Platz 20 sehr happy. Für meinen allerersten Grand Prix hätte ich mir so ein Ergebnis nie zu träumen gewagt. Gegen Rennende spürte ich allerdings, was es heißt, Grand-Prix-Fahrer zu sein. Es wurde Runde für Runde anstrengender und ich weiß jetzt, dass ich viel härter und noch mehr trainieren muss. Darüber hinaus muss ich noch viel mehr Erfahrungen sammeln und lernen, um gegen diese Jungs in der WM zu bestehen. Doch ich bin noch jung und habe noch viel Zeit vor mir, um dies zu schaffen. Zum Schluss möchte ich Kiefer Racing nochmals für alles danken, was sie mir an diesem Wochenende ermöglicht wurde.”

 

Text: Dominik Lack

Foto: Kiefer Racing

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