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Jerez-GP: Trotz Sturz – Zuversicht und Schritt nach vorn bei IntactGP

Im Großen Preis von Spanien konnten die Dynavolt Intact GP Piloten einen großen Schritt in die richtige Richtung machen, auch wenn der ehemalige Moto3 Champion Sandro Cortese das Rennen nicht zu Ende führte. Für Teamkollege Marcel Schrötter hat sich allerdings die harte Arbeit des Wochenendes deutlich bemerkbar gemacht. Der 24-Jährige tat sich in Jerez bisher immer schwer, sowohl bei den vergangenen Frühjahrstest wie auch zu Beginn des Wochenendes. Von Startplatz 9 aus nutzte Schrötter jedoch seine Ausgangslage und zur Spitze weiter aufzuschließen. Über eine lange Renndistanz blieb der Deutsche so an Forward Racing Team Pilot Luca Marini dran, musste letztlich jedoch abreißen lassen. Suter-Marken-Kollege Dominique Aegerter, der über das gesamte Wochenende bis dato die beste Suter stellte, musste sich am Rennsonntag Schrötter geschlagen geben. Zwar setzten Aegerter und Landsmann Lüthi Schrötter im letzten Drittel des Rennens noch einmal im Kampf um Platz 6 gehörig unter Druck, Schrötter behielt diesmal jedoch einen kühlen Kopf und setzte sich durch.

„Ich hab am Anfang versucht die Stärken zu nutzen, man muss sich aber auch mit Vorsicht rantasten um sitzen zu bleiben denn es waren auch schwierige Bedingungen heute,“ so Schrötter. „Als ich hinter Luca Marini war habe ich gesehen, dass er aus paar Ecken noch besser rauskommt als ich. Ich musste am Anfang noch etwas von ihm lernen, wo bin ich stärker und wo kann ich mich rantasten, um eben in den Kurven nicht zuviel zu verlieren. Vier, fünf Runden vor Schluß ist mir beim umlegen in die Kurven rein der Gang rausgehüpft und ich war im Zwischengang. Ich habe den Gang nicht sofort wieder reinbekommen, ich konnte aber Gottseidank auf der Strecke bleiben,“ schilderte der Intact GP-Pilot diese heikle Situation.

„In dem Moment habe ich auch gesehen, das Tom (Lüthi) und Dominique (Aegerter) direkt hinter mir waren. Wenn so zwei hinter Dir sind dann muss man schon schauen dass man konzentriert bleibt! Ich hab in den Ecken, wo er nicht so stark war versucht mehr zu pushen, das hat gereicht und ich konnte vor ihm bleiben.“

Mit Platz 6 nehmen Schrötter und Intact GP somit einiges an Zuversicht in den nächsten Privattest, der am Mittwoch in Aragon stattfinden soll.

Auch Teamkollege Sandro Cortese zog positive Bilanz nach dem Rennen. der Berkheimer hatte mit Platz 20 eine denkbar schlechte Position zu Beginn des Rennens, konnte in der Anfangsphase jedoch einige Plätze gut machen. Auch die Rennpace Corteses zeigte, dass der 27-Jährige mit dem Spitzenfeld mithalten konnte. In Runde … kam jedoch das Aus für Cortese in Kurve 1. Dem Deutschen klappte das Vorderrad seiner Kalex weg und Cortese landete auf dem spanischen Asphalt. „Ich hab mich von Runde zu Runde eigentlich wohl gefühlt und konnte in der Gruppe um Platz 11 mitfahren. Ich bin vielleicht etwas zu schnell in die Kurve reingegangen, was zuvor noch in der Runde gut gegangen war, hat vielleicht durch die abbauenden Reifen nicht funktioniert,“ erklärte Cortese anschließend. „Zum katastrophalen Tag von gestern haben wir jedoch einen Schritt nach vorn gemacht. Top Ten wäre heute möglich gewesen. Es tut mir leid für das Team!“

Nichtsdestotrotz bewertete Jürgen Lingg anschließend die Entwicklung Corteses über das gesamte Wochenende als positiv. „Wir haben am Anfang total unterschätzt wie lange die Fahrer brauchen, um sich an das neue Motorrad zu gewöhnen,“ erklärte Lingg. Auch Sandro hat trotz Sturz hier gesteigert! Er ist kein schlechtes Rennen gefahren. Sandro braucht einfach mal auch ein zwei gute Rennen um auch für sein Selbstvertrauen etwas zu bekommen. Sandro versucht alles und fährt stark am Limit!“

Etwas überraschend kam Marcel Schrötters Platzierung dann dennoch für den ehemaligen Rennsportler und heutigen Intact GP-Teammanager. „Dass es so schlimm wie beim Test habe ich nicht erwartet, allerdings auch nicht dass s so gut läuft, doch es ist wirklich positiv. Das gibt Selbstvertrauen. Für Marcel ist das ein schönes Erlebnis gewesen. Nun sieht er die Spitze vor sich und da fängt auch die Flamme in einem an zu lodern. Er merkt nun dass da was geht und das hilft uns dann natürlich auch. Was mich beruhigt ist, Jerez ist eine Strecke, wenn man hier klarkommt, man überall dies nutzen kann.“

Text: Doreen Müller

Foto: Intact GP

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