Jerez-GP: Startschuß für den Europa-Auftakt

Am Donnerstag fiel in Jerez der Startschuß für den Europa-Auftakt in der MotoGP und gleichzeitig feiern die Piloten an diesem Wochenende ein besonderes Jubiläum: das 3000. Rennen in der Weltmeisterschaft! Den Anfang dieses besonderen Wochenendes machte wie üblich die Pressekonferenz, bei der neben den GP-Top-Piloten auch die Rennsportlegenden Giacomo Agostini und Ángel Nieto als Gratulanten zugegen waren.

„Es ist immer fantastisch in Jerez zu sein. Die Fans, die Stimmung und die Strecke, das alles ist schon etwas besonderes,“ eröffnete Valentino Rossi die Pre-Event-Pressekonferenz. „Ebenso ist es großartig als führender in der WM hierher zu kommen. Im letzten Jahr lief es hier bereits sehr gut für mich, ich konnte den Sieg holen. Wir werden sehen wie es in diesem Jahr läuft. Bisher war es mir nie vergönnt gewesen viele Siege in einem Jahr einzufahren aber ich werde wie immer mein bestes geben. Auch der anschließende Test am Montag wird für uns sehr wichtig sein um Fortschritte erzielen zu können,“ so der neunfache Weltmeister weiter. Bereits am vergangenen Dienstag beteiligte sich Movistar Yamaha am Test in Le Mans.

Teamkollege Maverick Vinales hatte indes noch seinen Ausfall beim letzten Grandprix in Texas zu verkraften und liegt dadurch an zweiter Stelle in der Gesamtwertung, hinter Valentino Rossi. „Ich versuche das Positive dran zu sehen,“ eröffnete Vinales. „Ich war, der einzige der dazu in der Lage war bei dem mit Marc zu kämpfen bis zu meinem Fehler. Es war bisher das dritte Rennen wo ich an der Spitze lag und es gibt noch viel zu lernen. Auch der nachfolgende Test in Le Mans war positiv. Ich fühle mich wieder großartig auf meinem Bike. Wir wollen immer das beste geben und wir wissen, dass auf dieser Strecke Yamaha im Vorteil ist. Wir wollen 100 Prozent aus dem Bike herausholen. Wir haben jetzt einen guten Hinterradgrip und werden sicher wieder vorn dabei sein. Wir müssen es schlau anstellen und die höchstmögliche Punktzahl mit nach Hause nehmen.“

Marc Marquez machte indes in Texas seinem Ruf alle Ehre. Der Repsol Honda-Pilot blieb erneut ungeschlagen auf dem Circuit of the Americas. „In Austin war es an der Zeit Gas zu geben und ein gutes Resultat zu erreichen. Unsere  Performance in den ersten Rennen war zwar gut aber es reichte bisher nicht aus um aufs Podium zu kommen,“ so der amtierende Weltmeister. „Wir haben in Jerez einen Test absolviert bei dem ich mich gut fühlte, die Pace war gar nicht so schlecht. Doch jetzt sind wir mit einem anderen Bike hier, denn wir haben während den ersten Rennen einige Änderungen vorgenommen und viel daraus gelernt. Die Strecke ist gut aber schwierig, besonders für die Reifen. Im letzten Jahr war es ziemlich heiß am Sonntag. Nichts desto trotz werden wir versuchen ums Podium zu kämpfen. Die Strecken in Europa sind anders, aber wenn man hier ein gutes Basis-Setup findet, dann kann dies auch für andere Strecken funktionieren.“

LCR Honda-Pilot Cal Crutchlow fühlte sich in Austin zwar nicht sonderlich wohl, konnte das Rennen jedoch mit dem vierten Platz beenden. „Ich fühlte mich in Texas nicht gut aber irgendwie erreichte ich trotzdem ein gutes Ergebnis, wie auch immer,“ scherzte der Brite.  „Ich denke Europa steht mir besser. Ich mag es näher an meinem zu Hause zu sein und die Strecken hier zu fahren! Ich habe mich schon auf diese Saisonphase gefreut, wir haben gleich ein paar Rennen und Tests aneinander und werden somit viel zum fahren kommen in den nächsten Monaten. Ich hoffe wir werden ein gutes Wochenende in Jerez haben. Wir gehen in eine gute Richtung im Moment und wir möchten da weiter machen.“

Dani Pedrosa schaut ebenso zuversichtlich auf das bevorstehende Rennen. Der sonst so zurück haltende Spanier strahlte in der Pressekonferenz über das ganze Gesicht und schien es sichtlich zu genießen spanischen Asphalt unter den Füssen zu haben. „Es ist ein großartiger Ort, die Strecke und die Atmosphäre. Ich mag dies schon seit Jahren. Ich bin noch sehr happy über das letzte Rennen und hoffe diesen Moment nutzen zu können und noch einige Dinge zu verbessern. Ich genieße es, denn es macht einfach mehr Spaß wen Du gut fahren kannst. Das Qualifying wird aber mehr als je zuvor entscheidend sein.
 

Der Mann des Tages war jedoch Geburtstagskind Jorge Lorenzo. Der Mallorquiner feiert zum Europa-Auftakt seinen dreißigsten Geburtstag und war anfänglich zu Scherzen aufgelegt. „Dreißig ist ja das neue Zwanzig also fühle ich mich gut,“ so Lorenzo schmunzelnd. „Die Saison begann nicht sehr gut für mich. Die Erwartungen waren ziemlich hoch als ich zu Ducati kam. Es ist aber nicht so leicht wie es ausschaut, denn ich brauche Zeit um meinen Fahrstil an ein Bike wie die Ducati anzupassen. Die Ducati ist kein einfaches Motorrad. Aber Stück für Stück wird es besser. Im Moment ist die Ducati noch nicht perfekt für mich aber ich werde immer schneller und fühle mich mal und mal wohler. Ich arbeite so hart wie noch nie und ich werde was auch immer notwendig ist tun um Ducati in der Zukunft wettbewerbsfähiger zu machen.“

    Text und Fotos: Doreen Müller

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