Jerez-GP: Schrötter beißt sich durch – Cortese fällt zurück

„Heute Morgen hatten wir einen guten Weg eingeschlagen. Für das Qualifying haben wir dann eine Kleinigkeit geändert und ausprobiert, von der wir dachten, dass es besser funktioniere. Nachdem ich das erste Mal raus bin, hat es sich für mich aber als sehr negativ herausgestellt,“ erklärte Sandro Cortese sichtlich enttäuscht.

Während der freien Trainingssessions am Morgen gelang es dem Berkheimer sich stetig zu steigern. Cortese arbeitete sich von Position 16 auf Platz 11, im Qualifying kam der 27-Jährige nicht mehr heran. „Als dann alle mit einem kalten Motor ihre Zeiten gefahren sind, konnte ich mich leider nicht mehr steigern. Selbst zum Schluss, als wir das Motorrad auf die Einstellung von heute Morgen zurück gebaut haben, war es mir nicht mehr möglich, schneller zu fahren. Ich bin bis auf ein Zehntel rangekommen, aber es war einfach alles so warm, dass es selbst mit neuen Reifen nur noch geschmiert hat,“ so Cortese weiter und zeigte sich tapfer. „Jetzt heißt es, morgen aufholen und kämpfen. Von meiner Position aus kann man keine Strategie fahren, sondern einfach voll reinhalten und Vollgas geben.“

Etwas besser lief es indes für Marcel Schrötter, der im Qualifying auf den neunten Startplatz fuhr, allerdings aufgrund eines Sturzes in Kurve 2 seine Chancen vergab, mehr Zeit für Verbesserungen zu haben. „Ich glaube wir können wirklich zufrieden sein. Vor allem, wenn man bedenkt, wie wir beim Test unterwegs waren,“ äußerte Schrötter voller Zuversicht.

„Anfang März haben wir die Köpfe hängen lassen. Auch gestern war es noch sehr schwer, weil die gleichen Probleme wieder aufgetreten sind. Die Tendenz der letzten Rennen war gut, wir sind immer weiter nach vorn gekommen. Damals hatten wir noch 1,5 Sekunden Rückstand und wenn wir jetzt aus der dritten Reihe starten können, von Platz neun, können wir zufrieden sein. Das hätten wir selbst nicht geglaubt und es ist somit auch das beste Qualifying-Ergebnis bisher dieses Jahr,“ so Schrötter weiter.

„Wir können zufrieden sein, auch wenn ich als Rennfahrer natürlich mehr will. An Dominique Aergerter ist zu sehen, dass die Suter konkurrenzfähig ist. Wir wissen allerdings, dass Domi hier extrem stark ist und schon immer war, auch zuletzt auf der Kalex. Jerez ist einfach seine Strecke, er kommt hier gut klar. Für uns ist es gut, einen Anhaltspunkt zu haben und vielleicht auch Ideen zu finden, wo wir uns fahrerisch verbessern können, speziell in Jerez. Ich bin froh, dass ich nicht so weit weg bin und dass wir gut ins Rennen starten können. Wir werden mit dem, was wir haben, morgen das Beste geben. „

Text: Doreen Müller

Foto: Intact GP – F. Glänzel

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