Jerez-GP: Schrötter „Beide Stürze waren relativ seltsam“

Jerez 2016 Tobias Linke (2)

Marcel Schrötter musste am vergangenen Wochenende auf dem Circuito de Jerez gleich drei Stürze hinnehmen. Nummer eins kam am Freitag im zweiten freien Training, die zwei weiteren sollten am Sonntag im Rennen zum Großen Preis von Spanien folgen. Während Schrötter sich nach seinem ersten Wegrutscher noch einmal aufrappeln konnte, war nach dem zweiten Ausfall für den 23-jährigen der WM-Lauf beendet.

Sichtlich niedergeschlagen äußerte sich Marcel Schrötter daher nach dem Moto2-Rennen. Ein enttäuschender Ausgang des Wochenendes. Es gibt aber keine Ausreden. Es tut mir wirklich leid für das Team, denn heute habe ich ein mögliches starkes Ergebnis weggeschmissen. In beiden Fällen bin ich über das Vorderrad gestürzt. Der erste Ausrutscher war total harmlos und ich konnte das Rennen fortsetzen. Ich habe anschliessend wieder alles gegeben, denn wegen der vielen Ausfälle wären immer noch viele Punkte drinnen gewesen. Wahrscheinlich habe ich es doch etwas übertrieben und bin ein zweites Mal im Kiesbett gelandet. Ich bin ok, aber es schmerzt, dass ich heute nichts aus der Situation holen konnte. Mit diesem Rennverlauf war mindestens Platz neun möglich“, so der Oberbayer. 

Dabei konnte sich Schrötter nach einem tollen Start und starken ersten Runden von Startplatz  13 bis auf den fünften Rang vorkämpfen. „Es hat unglaublich viel Spass gemacht, bei diesen Bedingungen Top-Zeiten zu fahren. Wir waren für das Rennen super aufgestellt sowie das Paket konkurrenzfähig war. Obwohl sich die Bedingungen wegen der viel wärmeren Temperaturen zum Zeitpunkt des Rennens gravierend änderten, ging mit dem Ausgehen der Startampel die Post ab. Mein Start war super und in den ersten Runden konnte ich, wie ich es mir vorgenommen hatte, gleich viele Positionen gutmachen. Ich wollte am Anfang auf keinen Fall Zeit verlieren, weil sonst die erste Verfolgergruppe wieder entwischt wäre,“ so der Kalex-Pilot weiter und versuchte seine Stürze zu analysieren. „Sie waren beide relativ seltsam. Womöglich habe ich wegen zu wenig Grip am Hinterrad die Front zu wenig belastet. Jedenfalls bin ich zweimal ohne Vorwarnung dagelegen.“ Mit insgesamt 11 Zählern liegt der Deutsche derzeit in der WM-Tabelle auf Position 13 hinter Landsmann Jonas Folger (5.), jedoch vor Intact GP Pilot Sandro Cortese (21.), der wie Schrötter ebenfalls das Rennen aufgrund Sturzes nicht beenden konnte.

Text: Doreen Müller

Foto: Tobias Linke

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