Jerez-GP: Marquez siegt nach Morbidelli-Crash

Alex Marquez holte beim Jerez-GP den ersten Moto2-Sieg seiner Karriere. Der Bruder von Marc Marquez kämpfte einige Runden mit seinem Rivalen Franco Morbidelli und gewann nach dessen Sturz unangefochten. Das Podium komplettierten Francesco Bagnaia und Miguel Oliveira.

Marquez war es, der sich direkt nach dem Start durchsetzte. Der Spanier begann sofort, sich zusammen mit Teamkollege Morbidelli vom Feld absetzte. Dahinter reihte sich zunächst Dominique Aegerter ein, der jedoch bald von Mattia Pasini und Pecco Bagnaia überholt wurde. Turbulent verlief die Anfangsphase eine Gruppe dahinter. In Runde drei ließ sich Simone Corsi dazu verleiten, die Bremse zu weit aufzumachen und räumte in der Haarnadelkurve nach der Gegengerade sowohl den gut gestarteten Xavi Vierge als auch Takaaki Nakagami ab.

Durch die Ausfälle profitierte Marcel Schrötter, der sich um den Anschluss an die Top 7 bemühte. Der Deutsche lag auf Rang acht gefolgt von Tom Lüthi. Sandro Cortese war nach dem Start 18., fightete dann aber auch um Top 10-Positionen. Für Cortese endete das Rennen denn aber verfrüht, da er acht Runden vor Schluss stürzte.

Auf Platz drei begann Bagnaia allmählich, sich eine Lücke zu Pasini, den er überholen konnte, herauszufahren, während Aegerter Besuch bekam vom KTM-Piloten Miguel Oliveira. Vorn gab es bei noch 18 Runden den ersten Führungswechsel, als Marquez eingangs der Gegengerade weit ging. Morbidelli übernahm die Spitze, konnte diese Position allerdings nicht lange behaupten. Dem WM-Führenden wurde Turn 9 zum Verhängnis, in dem bei den Trainings bereits viele Fahrer gestürzt waren. Nach dem Ausrutscher übers Vorderrad war der Weg frei für Alex Marquez, dem ein Polster von 4,4 Sekunden zur Rennmitte für den Sieg reichte.

Spannend wurde es im Kampf um Platz zwei. Mattia Pasini gelang es, den Rückstand zu Bagnaia zuzufahren. Dabei ging der 31-Jährige aber viel Risiko und konnte einen Sturz nur knapp verhindern. Dadurch spielte er Oliveira in die Karten, der in der Schlussphase den Anschluss an ihn fand und schließlich vorbeiging. Oliveira fuhr hinter Bagnaia auf´s Podest. Pasini wurde Vierter knapp gefolgt von Luca Marini. Marcel Schrötter setzte sich im deutschsprachigen Fight gegen Aegerter und Lüthi durch und wurde Sechster.

 

 

Text: Dominik Lack

Foto: Marc VDS

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