Jerez-GP: Im Interview mit Moto3-Rookie „Bad Bo“ Bendsneyder

Bendsneyder, Moto3, Grand Prix Of The Americas, 2016

Mit Bo Bendsneyder sicherte sich Teamchef Aki Ajo einen jungen talentierten Fahrer, der bereits im vergangenen Jahr sein Potenzial im Red Bull Rookies Cup unter Beweis stellen konnte. 2015 holte sich der Niederländer den Titel und nimmt in diesem Jahr in seiner ersten Saison in der Moto3 teil. Bereits zum Auftaktrennen in Qatar gelang es Bendsneyder mit Platz 14, sich die ersten WM Punkte zu sichern, die Überseerennen in Argentinien und Amerika schloss „Bad Bo“ je als 22. ab. Vor dem Europaauftakt zum Grand Premio Red Bull de Espana nahm sich der junge KTM-Pilot etwas Zeit uns für ein paar Fragen Rede und Antwort zu stehen.

Bo, nach den ersten Rennen in Übersee seit ihr nun zurück auf bekanntem Terrain. In Qatar lief es mit Platz 14 schon sehr gut für Dich, in Argentinien und Amerika fiel es Dir etwas schwerer. Wie ist Dein Resümee nach den ersten Moto3-Erfahrungen auf der Strecke?
Alles in allem ist  es ein unglaubliches Gefühl die letzten Rennen gefahren zu sein, denn alles ist neu für mich. Ich konnte es aber kaum erwarten nach Jerez zu kommen, weil ich jetzt das erste Mal in einem Grand Prixs Wettbewerb auf der Strecke sein werde, wo ich bereits schon viele Rennen, dank Red Bull Rookies Cup und anderen Wettbewerben, bestritten habe. Natürlich haben auch die anderen Piloten ihre Erfahrungen hier gemacht, als hier die Vorsaisontests stattfinden, das macht es nicht leichter. Es ist jedoch schön zurück in Jerez zu sein und bereits ein Grundsetup zu haben.

Mit dem Wechsel in die Moto3 kam für Dich auch der Wechsel zu einem neuen Team? Wie fühlst Du Dich bei Red Bull KTM Ajo? Bist Du gut angekommen?
Es ist ein großes Team und es waren viele großartige Fahrer und auch Champions bereits vor mir in diesem Team und ich fühle mich hier sehr wohl. Das ganze Team ist wie eine Familie zueinander und dadurch fühle ich mich gut aufgehoben in meinem ersten Jahr in der Moto3.

Im letzten Jahr bist Du bereits im Rahmen des Red Bull Rookie Cups hier gefahren und hast zwei Siege geholt. Die Überseestrecken hingegen kanntest Du vorher noch nicht. Wie bereitest Du Dich auf solche Strecken vor, auf denen Du noch nie zuvor gefahren bist?
Bevor ich zu so einem Event starte, wo ich noch nie gewesen bin, schaue ich mir die Videos der rennen aus dem letzten Jahr und auch wenn ich an der Strecke bin, schaue ich mir alles noch einmal ganz genau an. Ich nehme einen Scooter oder laufe die Strecke zu Fuß ab um einige Runden gutzumachen.

Bei den letzten Events sah man auch den Moto2 Weltmeister Johann Zarco an Deiner Seite? Inwiefern ist er eine Stütze für Dich?
Er hilft mir sehr viel und berät mich was ich verbessern kann. Auch nach den Trainings oder Qualifyings habe ich oftmals die Möglichkeit mich mit ihm auszutauschen und er zeigt mir Punkte, wo ich mich noch verbessern kann.

Welche Ziele hast Du Dir für Jerez gesteckt?
Für mich besteht der Vorteil darin, dass ich die Strecke schon ganz gut kenne. Ich habe hier bereits viele Runden absolviert, was sehr gut ist. Für dieses Wochenende wollen wir uns daher darauf konzentrieren, dass ich vielleicht ein paar Punkte holen kann und wir werden hart daran arbeiten, wie immer, aber diesmal ist es etwas leichter für mich weil ich hier schon oft auf der Strecke gewesen bin.

Was liegt für Dich der Unterschied darin in einem Wettbewerb wie in der Moto3 hier zu sein?
Im Red Bull Rookies Cup sind die Vorgaben für jeden gleich. Das Bike ist ein Standard-Bike und jeder Pilot hat das gleiche Paket zur Verfügung. In der Weltmeisterschaft hingegen ist der Standard schon wesentlich höher angesetzt. Es wird schwer werden im ersten Jahr hier gleich zu gewinnen, aber ich hoffe dass ich es in die Punkte schaffe.

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Persönlicher Teil

Dein Spitzname ist „Bad Bo“. Wie kamst Du zu diesem Namen?
Ich war vielleicht sieben Jahre alt als ich diesen Namen bekam. Einige Leute im Internet nannten mich „Bad Bo“ und mein Vater hat dies gelesen und er mochte den Namen und fand ihn ganz cool für mich.

Wie schaut es in Deiner Freizeit aus. Dreht sich da auch alles um den Rennsport?
„Ich spiele sehr viel Tennis und mag diese Sportart sehr. Ansonsten schaue ich gern Filme an, entspann mich und mache solche Dinge halt.“

Was ist Deine Lieblingsmusik?
Ganz klar RNB. Aber kein spezieller Interpret.

Und wie schaut es beim Essen aus? Gibt es da etwas spezielles was Du magst?
Mhmmmm, vielleicht Lasagne…

Gibt es eine bestimmte Person in Deinem Leben, die Dich stark beeinflusst hat oder für Dich besonders herausragt?
Ich denke das sind meine Eltern. Meine Mutter und mein Vater sind mir sehr wichtig. Sie unterstützen mich bei allem was ich tue.

 

 

Text: Doreen Müller

Foto: Red Bull KTM Ajo, Tobias Linke

 

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