Jerez-GP: Folger findet nach Podium aufbauende Worte für Cortese

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Für Dynavolt Intact GP endete der Große Preis von Spanien mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Moto2-Pilot Jonas Folger konnte sich im Kampf um Platz ein zwar an Sam Lowes immer wieder heran kämpfen, letztenendes baute der Brite seine Führung um 2,4 Sekunden aus und verwehrte dem Deutschen somit den Sieg. Teamkollege Sandro Cortese hingegen kam im Rennen zu Fall und konnte beim Jerez-GP keine WM-Punkte mitnehmen.

„Sobald die Reifen nachgelassen haben hat Sam Lowes dies im Rennen für sich nutzen können. Ich hab jedoch den Abstand zu Alex Rins gut managen können und habe mich darauf konzentriert saubere Runden zu fahren. Am Anfang war ich dazu bereit das Risiko bei diesen Streckenbedingungen mitzugehen, aber dann kam der Punkt wo ich verstanden habe, dass ich am Limit bin. Sam [Lowes] hat dann nochmal einen draufgelegt und ist die gleichen Rundenzeiten gefahren und ich habe mir gedacht bevor ich irgendeinen Unsinn mache und das Motorrad wegschmeiße, lasse ich besser etwas Luft zu ihm und schaue das ich gut durchkomme. Es war ein ruhiges Rennen,“ äußerte sich Folger zu seinem zweiten Podium der Saison. „Für mich ist es ein tolles Gefühl, dass wir so gut zusammenarbeiten und das wir es schaffen auch in schwierigen Situationen nach vorn zu kommen. Ich glaube wir machen bis jetzt vieles richtig.“

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Sandro Cortese zeigte sich im spanischen Jerez de la Frontera zunächst ebenfalls sehr stark, Jonas Folger hatte im Qualifying einiges an Arbeit vor sich um die Zeit seines Teamkollegen zu knacken und sich vor ihm auf das Starting Grid stellen zu können. Mit Startreihe 1 hatte der 26-jährige somit gute Bedingungen zu Beginn des Moto2-Rennens. Beim Start kam Cortese allerdings nicht so gut weg und fiel auf Rang 6 zurück, bis ihn ein Sturz aus dem Wettkampf nahm. Demzufolge war der Deutsche sichtlich enttäuscht. „In erster Linie tut es mir sehr Leid fürs Team. Sie haben über das gesamte Wochenende super Arbeit geleistet. Mir ist in der sechsten Runde ein Fehler passiert, ich habe einmal zu viel geschaltet und bin im ersten Gang in die erste Kurve hinein gefahren und per Highsider gestürzt. Das war sehr ärgerlich und geht voll auf meine Kappe“, erklärte der Berkheimer nach dem verpatzten Rennen. „Trotz allem war es ein sehr gutes Wochenende in Jerez. Wir waren nach langer Zeit wieder in der ersten Reihe. Jetzt konzentrieren wir uns auf den Test nächste Woche und danach auf Le Mans. Ich werde niemals aufgeben und weiterkämpfen.“

Weiterkämpfen hieß auch die Maxime für Jonas Folger. Der Mühldorfer fand nach der Pressekonferenz die richtigen Worte für seinen Teamkollegen. „Natürlich ist dies heute schwierig für Sandro, aber wir sind ein Team und ich bin mir sicher das Team baut ihn wieder auf. Aus meiner Sicht war Sandro dieses Wochenende sehr stark, Sandro hat den Speed und ich denke wir dürfen da jetzt nicht den Kopf hängen lassen.“

Text: Doreen Müller

Foto: Tobias Linke

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