Jerez-GP: Drei auf einen Schlag – die Stimmen aus der Pressekonferenz

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Mit seiner Pole Position in aller letzten Sekunde sorgte Valentino Rossi nicht nur bei Zuschauern, Fans und Pressevertretern für erstaunte Gesichter. Kurz vor Schluß wähnte man bereits Jorge Lorenzo als Führenden des Tages, als der neunfache Weltmeister mit 0,122 sec Vorsprung seinem Teamkollegen die Pole vor der Nase wegschnappte. Der Doktor selbst konnte nach Überqueren der Start-Ziel-Linie seinen Augen nicht trauen, als er seine Bestzeit auf der Zeitentafel sah.

Dementsprechend locker und zufrieden erschien Valentino Rossi zur Pressekonferenz und stellte sich den Fragen der anwesenden Pressevertreter:

 

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„Jerez ist eine Strecke, die ich sehr mag. Ich versuchte von Freitag an mit hoher Konzentration zu starten. Es schaut so aus als bin ich in diesem Jahr auch in den Qualyfings stark, wo ich im letzten Jahr noch meine Probleme hatte,“ äußerte sich Valentino Rossi sichtlich zufrieden über diese Entwicklung. „Aber natürlich ist es dennoch nicht einfach von Pole zu starten, wir müssen von Beginn an schnell sein und besonders auch der zweite Teil des Rennens wird interessant werden. Und du weißt nie, was im Rennen passiert. Es schaut ganz so aus, als haben wir eine gute Pace, besser als die, der anderen Fahrer und ich hoffe ich werde wettbewerbsfähig genug sein für den Kampf.“

Jorge Lorenzo brauchte hingegen im Qualifying drei Stopps um richtig in Form zu kommen. Für die Pole Position reichte es dennoch nicht aus. Demzufolge machte der Spanier in der Pressekonferenz kein zufriedenes Gesicht:

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„Mit den Michelinreifen war es schwierig heute die beste Rundenzeit im ersten Lauf zu fahren, aber wir haben es dennoch von der ersten Runde an versucht. Ich habe mein Bestes versucht doch ich war heute nicht dazu in der Lage die Pole Position zu holen,“ fasst Lorenzo sein Qualifying zusammen und wirkte dabei sichtlich enttäuscht. Doch das Rennen geht über 27 lange Runden und der Spanier rechnet sich nach wie vor hohe Chancen für das Podium aus. „Wir werden schauen wie mein Gefühl im Rennen ist und ich denke wir haben die Chance um den Sieg zu kämpfen. Aber auch Marc ist hier sehr schnell, bereits vom Training an,“ gibt Lorenzo zu bedenken. „Heute hatte ich ein paar Probleme mit dem zweiten Reifen und wir müssen schauen wie es mit dem Hinterrad im Rennen sein wird, im Moment bin ich eigentlich zufrieden mit meinem Bike und wir werden sehen ob ich zur Mitte des Rennens einen Unterschied machen kann.“

Ebenfalls aus der ersten Reihe starten wird der derzeit WM-führende Marc Marquez. Der Repsol Honda Pilot hatte sich mit seinem dritten Startplatz gut arrangiert:

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„Ich bin zufrieden mit der Qualifying-Session, wir wussten dass es schwierig sein wir die Pole Position zu bekommen und das Ziel war es einen Platz in der ersten Reihe zu erhalten. Ich denke wir haben einen großartigen Job gemacht, ich bin gut gefahren und fühlte mich wohl mit dem Bike“, erklärte der 23-jährige. „Jorge und Valentino waren heute schneller als ich. Wir werden sehen ob wir mit ihnen im Rennen morgen mithalten können, denn es sieht danach aus als haben sie ein sehr gute Pace. Natürlich werden wir versuchen zu gewinnen, aber das Bike ist diesmal hier nicht so gut wie in Argentinien.“

Es schaut ganz nach einem interessanten und heißen Kampf beim morgigen Europa-Auftakt-Rennen aus, für dessen Endphase jeder der drei Spitzenpiloten eine andere Vorstellung hat.

„Sollten wir alle drei in letzten Kurve vorn sein, dann denke ich das es ein großartiger Kampf wird“, so der neunfache Weltmeister. „Und ich hoffe, dass ich natürlich vorn sein werde, mit einer Sekunde Abstand.“ Doch Jorge Lorenzo möchte natürlich ebenfalls vor seinem Teamkollegen und Honda-Konkurrent Marc Marquez sein. „Natürlich möchte ich auch vor den beiden in die letzte Kurve einbiegen. Am besten mit 100 m oder 150 m Abstand… und mit einem großen Winglet dran um zu vermeiden, dass ich überholt werde“, so der Mallorquiner schmunzelnd. „Ich denke für mich ist es daher am besten auf Drei zu sein, um die Show vor mir genießen zu können,“ schloß Marquez die Runde ab.

Doch allen Scherzen und Spekulationen zum Trotz wird sich wohl erst nach Rennstart morgen um 14.00 Uhr zeigen, wer in Jerez de la Frontera zu Schluß die Nase vorn hat und auf dem Podium ganz oben steht.

 

Text: Doreen Müller

Fotos: GP-Fever.de (Titel), Doreen Müller

 

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