Jack Miller findet klare Worte zum Texas-GP-Auftakt

Spätestens nach dem letzten Rennen in Argentininen ist man sich wieder ein mal mehr bewusst gwesen, dass in einem MotoGP-Rennen so ziemlich alles passieren kann und so ist es auch kaum verwunderlich, dass in der Pre-Pressekonferenz am Donnerstag genau das nochmal zum Thema gemacht wurde. Zwei Hauptakteure fehlten jedoch in der Presserunde, den Valentino Rossi und Marc Marquez waren bei der Auftaktrunde nicht dabei.

Nachdem man die üblichen Fragen wie man im Nachgang das letzte Rennen und die eigne Performance bewertet hat gesprochen hatte, kam die Presserunde recht schnell zu drängenden und bohrenden Fragen. So wurde u.a. die Rennleitung auf den Prüfstand gestellt und nachgefragt ob in der Rennleitung etwas geändert werden müsste, nach dem Start- und Sanktions-Chaos von Argentinien oder vielleicht Personen gar ausgetauscht werden müssten. Rins, Vinales, Doviziso, Crutchlow, Zarco und Miller blieben jedoch recht cool und stellten sich hinter die Entscheidung der Rennleitung.

“Wie hättet Ihr reagiert wenn Ihr in der Rennleitung gewesen wärt,” gab Cal Crutchlow den Ball zurück. “Es ist schwierig in dieser Position zu sagen was gemacht werden soll. Hätte man alle 20 Mann aus der Boxengasse starten lassen, hätte am Ende der Boxengasse alle um die beste Position gekämpft. Jack war verrückt genug auf Slicks rauszugehen. Er war der wahre mutige Mann auf der Strecke.” Ducati-Pilot Andrea Dovizioso unterstützte Crutchlows Statement im Anschluss. “Es ist immer eine Möglichkeit jede Situation zu verbessern. Es war schwierig und wir müssen morgen in der Safty Kommission genau darüber reden. Vielleicht wird das auch nicht die perfekte Lösung, wir müssen aber anfangen über solche Dinge nachzudenken.”

Polesetter Jack Miller, der recht einsam und allein in der Startaufstellung weit vor dem Feld im Argentinien-GP platziert wurde, fand recht deutliche Worte, wenn auch in eine andere Richtung. “Wir müssen die Kämpfe im Fahrerlager besser kontrollieren. Wir sind hier um Rennen zu fahren und miteinander zu kämpfen aber das sollte auf der Rennstrecke geschehen und nicht in den Medien.Viele besonders die Journalisten haben versucht, dass man etwas sagt was noch mehr Stress verursacht und das ist nicht korrekt. Jeder sucht nach der besten Story und Klicks. Der Kampf gehört auf die Strecke und wir müssen auch aufpassen was wir sagen, den Worte können viel anrichten und man hat es vielleicht nicht so gemeint!”

“Es ist schon wichtig zu wissen wo die Grenzen sind”, ergänzte Maverick Vinales schließlich. “Jeder Fahrer hat sicher jedoch andere Vorstellungen wo die Grenzen liegen und darüber müssen wir morgen sprechen. Wir müssen alle zusammen sprechen und eine gemeinsame Lösung finden.”

Text: Müller-Uhlig

Foto: motogp.com

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