IRRC News: Exklusivinterview mit Matti Seidel!

Wir möchten euch die IRRC Fahrer näher vorstellen und haben uns in einem Interview mit Matti Seidel unterhalten, der in der letzten Saison die IRRC Superbike auf seiner BMW mit Rang 6 beendet hat. Für 2016 konnte er uns noch nichts weiter verraten, aber wir hoffen ihn wieder in der IRRC zu sehen!

 

„Es ist ein Lifestyle!“

Rennsport Teil:
Matti, du bist mittlerweile schon lange im Rennsportgeschäft dabei. Wie kamst du zu den Motorrädern und was waren deine ersten Rennen?
Ich bin durch meinen rennsportbegeisterten Vater und sogenannte „Schnupperfahrten“ zu den Minibikes gekommen. Meine ersten Rennen habe ich dann auch im Mini Bike Cup bestritten.

Du bist in sehr vielen Klassen und auf unterschiedlichen Motorrädern gefahren. Welches Motorrad fandest du bisher am Besten?
Das ist sehr schwer zu vergleichen, aber natürlich ist die BMW S1000RR mit der Leistung und den Fahreigenschaften eines der besten Motorräder überhaupt!

Du konntest im Jahr 2002 die Dark Dog Challenge gewinnen und solltest danach mit Georg Fröhlich zusammen bis zur WM gefördert werden. Es hat aber nicht für den ganz großen Wurf gereicht, woran lag es?
Es wurde damals ausgewählt zwischen uns beiden, wer gefördert wird. Leider haben sich die Verantwortlichen für Georg entschieden und aus eigener Kraft war der WM Einstieg für mich nicht zu stemmen.

Du bist dann in die IDM eingestiegen. Was hatte es im Jahr 2005 mit der Verletzung in der IDM Saison SSP600 auf sich?
Bei einem Gaststart in der Supersport EM in Schleiz hatte ich in Führung liegen einen Highsider und zog mir dabei einen Bruch des Oberschenkels, sowie einen siebenfachen Bruch des Schlüsselbeins zu. Damit war die Saison natürlich gelaufen.

Wie war es später für dich in die Endurance WM einzusteigen? Da werden bestimmt andere Voraussetzungen an Mensch und Maschine gestellt, als bei einem normalen IDM Rennen?
Das ist nicht zu vergleichen. Zum einen teilen sich mehrere Fahrer ein Motorrad, was es zum Teamsport macht, denn man fährt nicht für sich selbst und zudem spielt die Strategie eine extrem wichtige Rolle! Zum anderen kann sich niemand, der es noch nicht selbst gefahren ist, vorstellen, was es bedeutet ein 24 Stunden Rennen zu bestreiten! Denn die Motorräder werden entsprechend so aufgebaut, dass sie idealerweise schnell sind und aber auch die Mammutdistanz überstehen können.

Aktuell fährst du in der IRRC Straßenrennen. Wie kam es zu dem Umstieg von der Rennstrecke zur Straße?
Hauptsächlich war es eine Kostenfrage, denn Road Racing ist vergleichsweise günstig.


Persönlicher Teil:
Was gefällt dir am Motorradrennen fahren?
Es ist ein Lifestyle! Endweder man liebt es oder nicht.

Fahren deine jüngeren Geschwister auch Motorradrennen?
Nein. Mein Bruder ist früher aber in der Enduro DM angetreten.

Wenn du Urlaub machst, lieber in den Bergen oder an der See?
See

Von welcher Rennstrecke würdest du behaupten, dass du sie im Schlaf kannst?
Alle Strecken, auf denen ich schon Langstreckenrennen gefahren bin!

Hast du einen Fitnessplan, wonach du arbeitest und dich auf die Rennen vorbereitest?
Eher nicht. Die Grundfitness ist vorhanden und trainieren tue ich, wenn Zeit ist. Das ist nicht ideal, aber Zeit ist in jeder Hinsicht leider Mangelware

Was kannst du Leuten mit auf den Weg geben, die auch mit dem Rennsport anfangen wollen?
Macht es richtig oder gar nicht. Es ist nämlich einfach zu teuer, um es halbherzig anzugehen. Und man benötigt viel Geduld bei der Sponsorensuche!

Wäre eigentlich mal eine Teilnahme am Fischereihavenrennen in Bremerhaven was für dich als Road Racer?
Ohne dort gewesen zu sein, weiß ich, dass mir das Streckenlayout nicht liegt. Daher eher nicht.

Mehr über Matti Seidel findet ihr auch HIER auf seiner Homepage!

  Fotos: Andi Heinze
    

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