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IRRC in Horice: Exklusivbericht von Hanno Brandenburger


Am vergangenen Wochenende fand der vorletzte Lauf der IRRC in Horice (Tschechien) statt.
Mit von der Partie war auch wieder Hanno Brandenburger, nachdem er den Lauf in Chimay ausließ um im Urlaub mit seiner Familie neue Energie zu tanken!
Lest in einem mit viel Leidenschaft geschriebenen Bericht, wie es Hanno das Wochenende in Horice so erging!

Hanno Brandenburger:
Die 825 Kilometer Anfahrt alleine mit dem Bulli zu fahren, war schon ein Wort aber ich fand keinen aus dem Freundeskreis, der diese Anfahrt mit mir auf sich nehmen wollte.
Also Donnerstags hin ins tschechische Horice und das Rennzelt aufgebaut. Vor Ort war ich auf einem Platz mit Puude #52 und Schmiddel #104, gleich neben Thilo Günthers Team GTR. 
Das Fahrerlager ist zum Glück ein Campingplatz, auf dem auch ein Restaurant und an diesem Wochenende viele Essensstände mit Spezialitäten aufgebaut waren, für gute Verpflegung war also gesorgt. Mal was anderes als nur Pommes-Currywurst! Mit dem Bulli bin ich auch gleich mal ne Runde auf dem 5,1 Kilometer langen Kurs gefahren, der mir im letzten Jahr sehr gut gefallen hatte. Es gibt hier fast keine Geraden, auf denen man sich ausruhen kann und der Kurs ist körperlich sehr anspruchsvoll! Ich schaffte es mit dem Bulli in ca. 4.30 min 😉
Allerdings ist es mit dem Fahrrad auch nicht besser, wie ich am Freitag vormittag bemerkte. Ich hatte extra eins mitgenommen und fuhr drei Runden, dafür benötigte ich aber fast eine Stunde. Die Steigungen haben es in sich gehabt! 
Nach dem Fitnesstraining ging es am Freitag nachmittag unter Polizeieskorte in die Stadt auf den Marktplatz, wo die Fahrer und Teams von dem Bürgermeister persönlich begrüsst wurden. Eine tolle Atmosphäre, in der man sich als Motorradfahrer auch mal willkommen fühlt!
Das erste Training am Samstag morgen wurde leider von einem Unfall überschattet, bei dem ein Fahrer in der Aufwärmrunde nicht aufpasste und Schmiddel #104 ins Krankenhaus beförderte. 
Fazit: ein gebrochener Fuss und etliche Prellungen. Das fahrerlos rollende Bike traf auch mich noch am Bein, zum Glück ging ich dabei aber nicht zu Fall und kam mit einem dicken, blauen Fleck davon.
Als wir wieder fahren durften, schaffte ich noch 6 Runden.
Das zweite Training ging ich dann wieder locker an. Ich fuhr 12 Runden am Stück und unterbot meine letztjährige Zeit um satte 3 Sekunden! Das war doch mal was, so konnte es weitergehen. Damit belegte ich den 13. Platz in der Startaufstellung von 22 Supersportfahrern. Die Tschechen sind hier immer sehr schnell und stark vertreten, da ist es schwer, in die Top 10 zu fahren.
Von David Stute (DS Suspension Hamburg) bekam ich noch Tipps für die Fahrwerkseinstellung, da das Reifenbild der Bridgestone-Slicks vorne nicht perfekt war und der Reifen zuviel arbeitete.
Der Rennsonntag war mit viel Anspannung verbunden, das erste Rennen der Supersportklasse begann schon um 9.30 Uhr. Vorher gab es noch eine feierliche Eröffnungszeremonie, zu der alle Fahrer kommen sollten. Zum Glück hielt man sich kurz, sodass es schnell losgehen konnte.
“Jetzt stehe ich schon wieder hier”, dachte ich noch als es losging. Mein Start war mittelprächtig und durch einen wheelenden Fahrer ging es etwas durcheinander zu. Ich konnte trotzdem ein paar Plätze gutmachen und meinen Rhytmus finden. Als noch 6 von 10 Runden zu fahren waren, fuhren gleich 3 Fahrer an mir vorbei. “Oh man, was ein D-Zug”, dachte ich kurz und liess mich aber nicht beirren. Was sich auszahlte, denn in den letzten 2 Runden konnte ich wieder aufschliessen und noch 2 Fahrer überholen. Den letzten in der letzten Linkskurve vor dem Ziel, dann breit machen und in der Rechtskurve vor Start-Ziel nicht mehr vorbeilassen, ein grossartiges Gefühl bei der Zieldurchfahrt!
Platz 11 kam dabei heraus!
Da für die IRRC-Wertung die Gaststarter herausgerechnet werden, bekam ich die IRRC-Punkte für den 5.Platz. Das konnte sich doch schon sehen lassen 🙂
Im zweiten Rennen habe ich den Start etwas verhauen und musste in der ersten Runde gleich 4 Fahrer überholen, um den schlecht Start wieder auszugleichen. Das hat zwar unheimlich Spass gemacht, jedoch wurde es schwer, nach vorne aufzuschliessen. Einen Fahrer konnte ich im Verlauf des Rennens noch überholen, den Rest fuhr ich allein. Aber auch diese Fahrt war ein Genuss auf dieser Naturrennstrecke, es sollten die letzten Runden hier sein, dessen war ich mir bewusst und genoss es daher in vollen Zügen.
In der Auslaufrunde feiern die Zuschauer und besonders die vom Team Vodojem.CZ, die die Strecke stürmen, Wheelies und Stoppies einfordern und die Fahrer mit einem kalten Bier versorgen. Das muss man mal erlebt haben!
Um 18.30 Uhr fuhr ich wehmütig zurück nach Hause, um mich um 3.30 Uhr ins Bett zu legen, die Kinder müssen um 6 Uhr raus..
Was tut man nicht alles für diesen geilen Sport 🙂
   HIER geht es zu weiteren Infos über Hanno Brandenburger und sein Rennteam.                              
                                                      Text: Hanno Brandenburger
                                                                Sebastian Lack
                                                       Fotos: Hanno Brandenburger
                                                                  Andreas Heinze

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Kommentare (1)

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    Anonym

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    Super Bericht!! Ich war auch dabei und es war wiedermal ein RoadRacing Fest!!

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