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IRRC Hengelo 2018: Zwei Newcomer machen Doppelsiege perfekt

 

Nigel Walraven fuhr seinen Gegnern meilenweit davon und gewann beide Rennen.

Ein erfolgreicher Saisonauftakt der International Road Racing Championship hat zum 51. Rennjubiläum am Varsselring im niederländischen Hengelo insbesondere für zwei Kandidaten ein glückliches Ende gefunden: Nigel Walraven (SBK) und Matthieu Lagrive (SSP) gewannen jeweils in ihrer Klasse beide Rennen und gaben am Sonntag ihr Renndebüt in der IRRC.

Superbike

Eine One-Man-Show lieferte in der Superbike-Klasse der Niederländer Nigel Walraven (Walraven Racing Team). Mit der Startnummer 111 fuhr der Wildcard-Pilot, der aktuell auch die niederländische Superbike-Meisterschaft deutlich anführt, seine Gegner in Grund und Boden. Mit einer 1:45,480 Rundenzeit ließ er dem Rest des Feldes keinerlei Chancen und feierte einen überlegenen Doppelsieg. Über die vollen 50 Punkte darf sich allerdings der Brite Danny Webb (Wepol Racing by Penz 13) freuen, da er beiden Rennen als Zweiter beendete und Walraven als Gastfahrer nicht punktberechtigt ist.

Gut aufgelegt zeigte sich auch der Deutsche Didier Grams (G&G Motorsport by BMW Motorrad). Ihm gelang im ersten Rennen Platz drei und auch das zweite Rennen fing für den 35-Jährigen gut an. Ein Bremsproblem ließ ihn allerdings von der Strecke abkommen wodurch ein einige Plätz einbüßte und sich am Ende mit Rang zehn zufriedengeben musste.  
Ebenfalls gut in die Saison gestartet ist der Tscheche Marek Cerveny (Wepol Racing by Penz 13). Der Teamkollege von Danny Webb zeigte eine stabile Leistung, verpasste allerdings in beiden Rennen mit Rang vier nur knapp das Podium. Erno Kostamo  (Markka Racing) holte sich in Hengelo einen fünften und einen dritten Platz.

Für offene Münder sorgte Nadieh Schoots (NSR) als einzige Fahrerin im zweiten Renne. Ein miserabler Start versetzte die Niederländerin zunächst ans Ende des Feldes. In Sieben-Meilen-Schritten durchzog sie ihre Aufholjagd, kassierte einen nach den anderen und schaffte es schließlich auf Rang 19 (R1 P18).

Der SSP-Meister von 2017 Joey den Besten (Performance Racing Achterhoek) konnte sich beim ersten Heimrennen in der SBK über Rang neun und zehn freuen. Landsmann Johan Fredriks (Performance Racing Achterhoek by Tovami) schaffte im ersten Lauf Rang 7, musste das zweite Rennen allerdings wegen technischer Probleme abbrechen.

 

Supersport

In der Supersport-Klasse hieß der Mann und Doppelsieger des Tages Matthieu Lagrive (Wepol Racing). Der Franzose profitierte vom Sturz seines Landsmannes Pierre Yves Bian (DB Michelin Road Racing Team), der im ersten Lauf zu Beginn das Rennen anführte, und nutzte diese Chance für einen Debüt-Sieg in der IRRC. Dahinter ging Laurent Hoffmann in beiden Läufen über die Ziellinie, nur knapp vor Kevin van Leuven (Stichting van Leuven Racing), dem im zweiten Rennen allerdings das Vorderrand wegrutschte und zu Boden kam. Bereits eine Runde zuvor an selber Stelle ereignete sich ein Crash mit gleich drei involvierten Fahrern, darunter Erik Plucker, Juha Kallio (Markka Racing) und der Deutsche Sebastian Frotscher (Team Schleizer Dreieck). Auch Thomas Walther (Team Schleizer Dreieck) bewies mit zweimal Rang vier, dass er für die neue Saison bereit ist.

Der Franzose Matthieu Lagrive startete als Newcomer gleich mit zwei Siegen in die Saison.

Ebenfalls unglücklich verlief das Rennen für Christian „Schmiddel“ Schmitz (LSE Racing). Im ersten Rennen von Rang neun vorgekämpft bis auf Platz fünf, machte ihm im zweiten Rennen seine Kupplung Probleme zu schaffen, weshalb er vorzeitig abbrechen musste.

 

Fotos: Andi Heinze

Text: Rowena Hinzmann

 

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