Intermot 2014: Vorgestellt: Scrambler Ducati

Das Warten hat nun ein Ende. Die Ducati Scrambler kommt endlich aus dem gelben Container, der so sorgfältig die letzten Monate über bewacht wurde und ist nun – nachdem den Mitarbeitern und den Ducatisti auf der World Ducati Week 2014 eine kleine Vorschau gewährt wurde – offiziell bereit, sich allen Motorradfahrern zu zeigen. Bewährte Materialien wie Aluminium (Hinterradschwinge und Motorabdeckungen) und Stahl (Tropfentank und Rahmen) werden mit neuesten Technik-Komponenten wie LED-Beleuchtung vorn und hinten sowie LCD-Instrumenten kombiniert. 


Das “Post-Heritage”-Design erschafft eine moderne Interpretation des “legendären” Bikes von Ducati aus den 70er Jahren. Die Version Icon in gelb und rot wird von drei weiteren Versionen begleitet – Urban Enduro, Full Throttle und Classic (Jede Version mit ihrem eigenen Stil und leistungsbezogener Interpretation des Scrambler Spirits). Die Urban Enduro mit der Wild Green-Lackierung ist für die Freunde des Enduro-Stils gedacht. Die Full Throttle ist für Fahrer, die von der Flat Track Racing-Welt begeistert sind und eine Vorlieb haben, Grenzen auszuloten. Und die Classic-Version ist für Fans des 1970er-Jahre-Looks mit Liebe für Details, die sich kompromisslosen Fahrspaß und den Komfort eines modernen Bikes wünschen. Im November wird darüber hinaus eine große Auswahl an Zubehör und Bekleidung präsentiert.

Frontscheinwerfer
Zusammen mit dem Kraftstofftank, ist der Frontscheinwerfer eines der typischsten Merkmale der Ducati Scrambler. Rund, klassisch gestaltet und zugleich modern – das ist Post-Heritage – der Scheinwerfer besitzt eine Glasfront, ein moderner LED-Lichtkranz umschließt die Einfassung (was wie ein Seitenlicht wirkt). Ist er an, erinnert das an den beliebten Trick aus den 70er-Jahren, als an Off-Road-Motorrädern die Scheinwerfer mit Klebeband zum Schutz abgeklebt wurden. Das Fernlicht, bestehend aus einer einzigen Glühbirne, ist hinter einer Blende mit Ducati Logo versteckt. 

Instrumente
Das Display der Scrambler besteht aus einer einzigen, runden Einheit die oberhalb und leicht rechts vom Scheinwerfer ihren Platz findet. Die Anzeigenskala für die Drehzahlen ist voll digital und schwingt mit, wie bei den Geschwindigkeitsanzeigen der Motorräder aus den 70igern (im unteren Teil der Instrumentenanzeige). Erhöht sich die Motordrehzahl leuchten die entsprechend Ziffern im Uhrzeigersinn (von rechts nach links). Das Display der Ducati Scrambler umfasst zwei Tageskilometerzähler, einen Gesamtkilometerzähler, Kraftstoff- und Distanzanzeige, Lufttemperaturanzeige, Wartungs-Erinnerung, Uhrzeit sowie Kraftstoffreserve und ABS Warnleuchten. Die Fahrer können sich darüber hinaus auf eine Motoröldruck-Warnleuchte verlassen, ebenso wie Fernlichtanzeige, Leerlaufanzeige, Blinker, Wegfahrsperre und eine Warnleuchte bei zu hohen Drehzahlen. 

Bedienelemente
Der Post-Heritage-Stil der Ducati Scrambler kommt auch bei den Bedienelementen zum Tragen. Der breite Lenker beherbergt einen klassischen Seilzug-Gasdrehgriff sowie den vierfach einstellbaren Bremshebel mit Axial-Pumpe. Das minimalistische Design setzt sich bei der Scrambler mit dem Hebel der Seilzugkupplung fort. Charakteristisch für die Schaltereinheiten ist der serienmäßige und dennoch exklusive “Trigger-Catch“. Er wird nach unten geschoben um bei aktivierter Notabschaltung den Starterknopf zu bedecken. Dies Hightech-Design wird bei allen Ducati Motorrädern eingesetzt und unterstreicht den postmodernen Stil der Scrambler. Die schwarz lackierten Fußrasten Halterungen sind aus Aluminium-Druckguss und tragen den Gang- sowie den Fußbremshebel im Off-Road-Stil.

Motor
Ein ölgekühlter L-Twin-Zweiventil-Motor mit 803ccm treibt die Ducati Scrambler an. Der Motor stammt ursprünglich von der Monster 796, wurde aber überarbeitet und mit 88 mm Bohrung und 66 mm Hub versehen, um über das gesamte Drehzahlband eine gleichmäßige Beschleunigung zu bieten. Der Desmodue Motor in der Scrambler besitzt leichte, maschinenpolierte Aluminium-Abdeckungen,
einschließlich der Deckel von Kupplung und Lichtmaschine. Die beiden Zahnriemen-Abdeckungen sind ebenfalls aus Aluminium hergestellt und maschinell bearbeitet.
Das Triebwerk verfügt auf der Scrambler über einen Ø 50 mm großen Single-Drosselklappenkörper mit zwei „Sup-Butterfly“-Injektoren. Diese Lösung soll eine flüssige Leistungsabgabe und eine exakte Steuerung der Kraftstoffmenge, die in die Zylinder gelangt, gewähren. Kolben und Kurbelwelle sind die gleichen, die auch in den Triebwerken der Monster 796 und Hypermotard
796 ihren Dienst verrichten, dagegen wurden die Nockenwellen neu entwickelt. 
Die 2-in-1-Auspuffanlage mit Aluminium-Schalldämpfer wurde speziell für die Scrambler konzipiert. 

Außerdem kommt eine APTC-Ölbadkupplung zum Einsatz. Die Betätigung erfolgt über Seilzug, was die minimalistische Art der Scrambler unterstreichen soll. Darüber hinaus verfügt sie über ein drehmoment-abhängiges Anti-Hopping-System, das Hinterradstempeln beim Herunterschalten verhindert. Das Getriebe verfügt über sechs Gänge. Der Zweizylinder-Desmodue wurde für eine hohe Laufruhe und eine flüssige Leistungsabgabe konstruiert, die über den gesamten Drehzahlbereich reicht. Er leistet 75 PS (55,2 kW) bei 8.250/min und 68 Nm Drehmoment bei 5.750/min. 

Rahmen
Die Ducati Scrambler verfügt über einen Doppelprofil-Gitterrohrrahmen aus Stahl. Der Lenkkopfwinkel beträgt 24 ° und die Gabelbrücke ist 112mm versetzt. Gleichzeitig maximiert der 1445 mm Radstand die Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten. Der Kraftstofftank aus Stahl, mit seiner unverwechselbaren Tropfenkontur, hat eine Kapazität von 13,5 l. 

Federung
Das Kayaba Federsystem der Ducati Scrambler nutzt eine 41 mm Upside-down-Gabel und ein
Zentralfederbein mit einstellbarer Federvorspannung. Beide bieten 150 mm Federweg. 



Text: Ducatipress, Dominik Lack

Fotos: Ducatipress

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