Ice Speedway WM in Inzell 16. und 17. März



Einmal im Jahr geht es rund in Inzell, bei der Icespeedway – WM in der Max – Aicher – Arena, dem neu erbauten Eissportstadion.
Hier trifft sich die Elite des Eisrennens, ausgestattet mit dicker Schutzkleidung und jeder Menge Spikes an den Reifen (Vorne ca. 80 und Hinten ca. 100). 11000 Zuschauer (Samstag und Sonntag) kamen, um dem Spektakel  in den Chiemgauer Alpen bei schönstem winterlichen Sonnenschein inmitten von schneebedeckten Bergen beizuwohnen.



Im Fahrerlager kann man einen kurzen Blick auf die Maschinen riskieren. Reifen mit 2,8 cm langen Spikes blitzen unter den Abdeckungen hervor, durchschnittlich 90 kmh erreichen sie auf dem Eis.

5 Rennen mit je vier Runden gilt es für jeden Einzelnen zu absolvieren, die eingefahrenen Punkte entscheiden, wer im Halbfinale und schließlich im Finale fahren darf.
Die Beschaffenheit der Eislaufbahn ändert sich mit jeder gefahrenen Runde, am Sonntag kann auch der „Eismann“ hier nicht mehr viel ausrichten, tiefe Rillen und weiches Eis machen den Fahrern zu schaffen, es kommt zu mehreren Stürzen, die glücklicherweise glimpflich enden.
Die sportliche Überlegenheit der russischen Fahrer ist offensichtlich, von Beginn an platzieren sie sich auf den ersten Rängen. Doch auch die deutschen Lokalhelden wie Günther Bauer (#12), Stefan Pletschacher (#14) und Max Niedermaier (#16) beweisen ihr Können. Günther Bauer schafft es am Samstag  ins Finale und Sonntag ins Halbfinale.

An beiden Tagen ungeschlagen bleibt der Russe Daniel Ivanov (#1), nur in einem Lauf ging er als Zweiter durchs Ziel.
Für Aufregung  sorgt der Österreicher Harald Simon (#4), als er am Samstag im Halbfinale seine russische Konkurrenz überrascht, an der Innenlinie an seinen drei Kontrahenten vorbeizieht und sich somit die Teilnahme am Finale erkämpft. Am Samstag unterliegt er im Finale den drei Russen Ivanov, Koltakov und Khomitsevich. Am Sonntag stürzt er im Finallauf schwer, verletzt sich am Arm und zieht sich einen Muskelfaserriss am linken Bein zu, so dass seine Teilnahme in Uppsala am 23./24.03. nun stark gefährdet ist.  
Es ist ruhig geworden am Eisspeedway – WM – Wochenende in Inzell, „früher war das ganze Dorf dabei, wenn sich die harten Jungs ihr Rennen geliefert haben“. Wer keine Karte hatte, stand auf dem Berghang. Die Party kam schnell in Gang, unterstützt durch das ein oder andere alkoholische Getränk gegen die Kälte.
Heute finden sich vor dem Stadion ein paar Stände für Bier, Bockwurst und Merchandise – Artikel, im „Icehouse“ gibt es teure Getränke und Speisen zu Apres – Ski – Stimmung und – Musik.
 Das Event findet im Stadion statt, im Dorf ist davon nicht viel zu merken, lediglich nach der Veranstaltung, wenn die Zuschauer gemeinsam auf der Hauptstrasse in Richtung Dorf wandern.
Am nächsten Wochenende in Uppsala findet das große Finale statt, hier entscheidet sich, wer die Siegertrophäe 2013 mit nach Hause nehmen darf.


Fotos: Dennis Witschel

Text: Motorcheckerin






# 3 Dmitry Koltakov RUS und # Frank Zorn Österreich. 
Die erste Runde auf dem noch ganz neuen Eis.


Günter Bauer mit Wheelie nach Laufsieg. 

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