GUY MARTIN ZIEHT REIßLEINE

Nach seinem Comeback Anfang des Jahres verkündete Publikumsliebling Guy Martin nun die vorzeitige Trennung vom Honda-Team. Entgegen aller Erwartungen bereitete die neue Fireblade 2017 große Probleme, anstatt von vornherein wettbewerbsfähig zu sein. Nun zog der 35-Jährige Guy Martin einen Schlussstrich und verkündete seinen Rücktritt. Seine genaue Begründung lest ihr hier.

„Ich startete mit großer Begeisterung für die neue Honda in die Saison. Ich dachte, das Motorrad wäre von Beginn an großartig. So dachte auch das Team. Schnell hat sich aber für mich herausgestellt, dass es noch viel Zeit für die Entwicklung des Bikes benötige bis es richtig gut ist. Ich habe jedoch viele andere laufende Projekte, für die ich lieber meine Zeit aufopfern möchte. Ich war jahrelang nicht in die Entwicklung eines Motorrads involviert. Mir wurde gesagt, dass ich ein Motorrad bekomme, mit dem man sofort gewinnen kann. Deswegen konnte ich dieses Angebot nicht ablehnen.
Die TT war jedoch ein absolutes Desaster. Das machte alles überhaupt keinen Spaß. Es war bereits vor der Reise dorthin klar, dass wir zu kämpfen haben. Aus mir wurde ein Testfahrer. Das zog ich auch durch. Nachdem wir weitere Tests in Cadwell durchgeführt hatten, habe ich das Team wissen lassen, dass das Bike beim Ulster Grand Prix nicht konkurrenzfähig genug sein wird. Sie trafen die Entscheidung, mich vom Rennen zurückzuziehen, ohne mich davon vorher in Kenntnis zu setzen – was jedoch okay war, da die Entscheidung für mich getroffen wurde.
Es gibt also keine Unstimmigkeiten. Neil Tuxworth war von Anfang an offen und ehrlich zu mir. Es ist eine Schande für das ganze Team, dass das neue Bike nicht den Erwartungen entspricht. Ich weiß, wie viel Mühe und Arbeit ich in das Bike reingesteckt habe und wie hart auch das Team gearbeitet hat. Ich bereue nicht, es noch einmal versucht zu haben, aber für dieses Jahr habe ich keinerlei Pläne mehr, auf der Honda an Straßenrennen teilzunehmen.
Aktuelle Pläne der Nigel Racing Corporation (NRC) tendieren zu einer Teilnahme an Pikes Peak und Classic Rennen, aber auch das kann sich jederzeit wieder ändern.
Ich danke alle für ihre Unterstützung.“

Foto: pressoffice iomtt
Text: Rowena Hinzmann

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