GP-Test Valencia: Dall’Igna „Stoner auch 2017 mit an Bord“

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Die Saison 2016 ist gerade einmal wenige Stunden vorüber und schon geht es hinter den Kulissen der MotoGP-Teams bereits an die Vorbereitungen für das kommende Jahr. Im Fahrerlager haben sich die ersten GP-Piloten eingefunden, um sich mit ihren Teams zu treffen. Auch Grössen wie HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto, der sich in diesem Jahr von seiner Position verabschiedet; Suzuki Ecstar Team Manager Davide Brivio und Ducati-Renndirekter Gigi Dall’Igna gaben sich am Montag die Ehre ein Fazit aus der vergangenen Saison zu ziehen und eine Vorschau auf die kommenden Tests zu geben. Dabei waren neben technischen Fragen, nicht nur der künftige Ducati-Pilot sondern auch ein „alter“ Ducati-Meister Thema.

Gigi Dall’Igna äußerte sich glücklich über die Verbesserungen, die in dieser Saison bei Ducati erreicht wurden, auch wenn dies nicht im Gesamtergebnis erkenntlich ist. „Die Ergebnisse haben sich im Vergleich zu 2015 verbessert. Unsere Ziele waren 2016 näher an die Mitstreiter heranzukommen und auch Rennen zu gewinnen, dies haben wir geschafft. Wir haben zwei Rennen gewonnen und standen auf Pole Position und wollen auch im nächsten Jahr um Siege kämpfen. Wir konnten zeigen das Ducati wettbewerbsfähig ist! Nicht zu Vergessen Andrea Iannones Podium gestern, welcher er unter Schmerzen eingefahren hat,“ fasste Dall’Igna zusammen und nahm anschliessend Stellung was die grössten Probleme in diesem Jahr waren. „Eines der grössten Probleme an dem wir nun arbeiten müssen ist das Turning des Bikes zu Kurvenmitte. Besonders das Chassis müssen wir an diesem Punkt verbessern,“ erklärte der Italiener. Bereits 2015 seien Turning-Probleme aufgetaucht,  in diesem Jahr seien sie doch im Vergleich dazu unterschiedlich gewesen. Doch weder diese Problematik noch die Verbahnung der Winglets seien gemäß Dall’Igna keine unlösbare Aufgabe für Ducati. „Jeder in der GP folgte uns bei den Winglets, weil sie einen dynamischen Vorteil brachten. Jedoch ist der Vorteil nur gering, ein Bike mit Winglets ist zwar schneller als eines ohne, der Unterschied ist jedoch nur minimal. Wir akzeptieren die Regeln für nächstes Jahr und werden auch in der Dynamik etwas an der Ducati verändern müssen, doch das Chassis bleibt der Hauptfaktor den es zu bearbeiten gilt. „

Unterstützung bei der Entwicklungsarbeit erhält Ducati auch 2017 von Casey Stoner, der bereits 2016 gute Arbeit bei seinem alten Arbeitgeber leistete. „Casey wird auch 2017 wieder für uns testen und noch enger mit uns zusammen arbeiten, damit der Entwicklungsprozess schneller voran schreitet,“ so Dall’Igna. Aber auch mit dem mehrfachen MotoGP-Champion Jorge Lorenzo wechselt jemand in das Team, der auf langjährige Erfahrungen zurückgreifen kann. „Jorge muss zunächst erstmal das Bike kennen lernen, denn die Ducati ist schon anders als das was er bisher vorher gefahren ist. Von daher konzentrieren wir uns zunächst darauf, dass Jorge erste Erfahrungen sammelt, bevor er seinen Fahrstil an die Ducati anpassen kann und wir Veränderungen am Setup vornehmen,“ erklärt der Renndirektor sein Vorhaben mit Lorenzo. Sorgen das Lorenzos „Regenschwäche“ ein Nachteil für Ducati sein könnte, machte sich Dall’Igna jedoch nicht und betonte abschliessend, dass nicht nur im Werksteam Ducati stetig an Verbesserungen gearbeitet würde, sondern auch im Satelittenteam Pramac im nächsten Jahr einem Fahrer ein Werksmotorrad zur Verfügung gestellt wird um technische Fortschritte dort weiter voran zu bringen.

Welche Absichten im kommenden Jahr Team Manager Davide Brivio für Suzuki Ecstar hingegen verfolgt, könnt ihr HIER nachlesen.

Text: Doreen Müller

Foto: Ducati Team

 

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