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Gladius Trophy Nürburgring: Exklusivinterview mit Peter Bales von PB Motorsport

 
Am vergangenen Wochenende ging die IDM in ihre 4. Runde der Saison. Halt gemacht wurde auf dem legendären Nürburgring, mit dem jung und alt packende und abenteuerliche Motorsportgeschichten verbinden. Im Rahmen der IDM fand die in diesem Jahr neu ins Leben gerufene Gladius Trophy statt. Racetrack-news konnte sich mit dem Organisator Peter Bales von PB Motorsport unterhalten und ihn u.a. über den Aufbau der Trophy und den aktuellen Saisonverlauf befragen.


Die Gladius Trophy ist in diesem Jahr neu eingeführt worden. Mit welchem Hintergrund hat man diese Serie ins Leben gerufen?

Wir von PB Motorsport sind natürlich sehr mit Suzuki verbunden und der Meinung, dass es in Deutschland mehr als genug Rennsportbegeisterte gibt. Da aber die Kluft zwischen arm und reich immer größer wird, besteht die Gefahr, dass Rennsport in Zukunft nur noch was für elitäre Gruppen ist. Und genau da war der Ansatz zum Konzept dieser Serie, sie muss bezahlbar sein!
Dafür notwendig ist ein Fahrzeug, welches erschwinglich, aber auch sehr zuverlässig ist und natürlich ein Reifen der nicht so schnell abbaut.

Welche Reifenmarke wird bei euch denn in der Trophy gefahren?

Die Firma Dunlop konnten wir überzeugen mit uns zusammen zu arbeiten. Es wird bei den Motorrädern hinten eine sehr harte Mischung, nämlich die Endurance Mischung und vorne ein Medium Reifen gefahre.
Ein „durschnittlicher“ Fahrer benötigt in der Saison somit in etwa 2 Reifensätze und liegt damit bei Kosten von ca. 500 Euro.

Es gibt 2 Pakete die ihr anbietet für eine Rennsaison. Was beinhalten diese jeweils?

Also bei dem 1. Paket bekommt man eine nagelneue Suzuki Gladius und ein rennsporttaugliches Fahrwerk von der italienischen Firma Mupo, welche u.a. auch unseren „großen Bruder“, die Suzuki GSX R Challenge ausrüstet. Zudem ist eine LSL Fußrastenanlage im Set mit inbegriffen.
Dabei ist noch die Teambekleidung, ein großes Schmiermittelpaket von Motul, sowie alle Nenngebühren und das alles für insgesamt 8.888 Euro!

In dem 2. Paket kann man mit seiner eigenen Gladius, welche schon vom Jahr 2009-2015 auf dem Markt ist, antreten und bezahlt 2799 Euro für die ganze Saison.


In welchen Rahmenprogrammen fahrt ihr mit?

Also im Grunde war die Planung, dass wir im höchsten deutschen Rahmen fahren, nämlich der IDM.
Aber die IDM hat sich entschieden in Ungarn ein Rennen abzuhalten.
Da ich nunmal Breitensport Fan bin und viele Leute um mich herum hab, die am Montag wieder arbeiten müssen, war ich nicht damit einverstanden, dass ich meine Mannschaft für 4 Trainings und 1 Rennen im Schnitt 2500 Kilometer nach Ungarn fahren lasse.
Das war für mich nicht tragbar, weshalb wir dort nicht im Rahmen der IDM teilnehmen. Wir konnten aber einen Ersatztermin finden und uns im Motopark Oschersleben noch einbuchen.

Wie viele Fahrer konntet ihr für die Geburt eurer neuen Rennserie gewinnen?

Am Anfang hatten wir 18 verbindliche Anmeldungen vorliegen, von denen aber leider aus den unterschiedlichsten Gründen keiner angetreten ist.
Dennoch konnten wir bis zum Saisonstart ganze 25 Fahrer für die Serie begeistern.

Wie ist der derzeitige Altersschnitt?

Zurzeit gibt es keinen richtigen Altersschnitt. Es gibt die Fahrer, die sich die Haare grau färben und gefühlte 28 Jahre alt sind…da lügt aber der Ausweis! Ich gehöre da auch dazu.(lacht)
Wir haben aber auch einen vierzehnjährigen, eine siebzehnjährige und einen achtzehnjährigen mit am Start.
Bei uns ist aus dieser Sicht jeder herzlich willkommen, da gibt es keine Altersbeschränkungen!

Was der Fan an der Rennstrecke so mtibekommt, bieten die 25 Fahrer eine super Show auf ihren Suzukis und man kann ihnen den Spaß den sie haben förmlich ansehen. Eine Fortsetzung der Trophy steht also außer Frage oder?

Ja, ich glaube im nächsten Jahr können wir in der Gladius Trophy ein sehr großzügiges Fahrerfeld begrüßen, ähnlich wie derzeit in der Challenge, wo ingesamt 44 Fahrer mit einer Suzuki 750 GSX R an den Start gehen.

Wer mehr über die Gladius Trophy erfahren möchte.
HIER gibt es weitere Informationen und Neuigkeiten.


Text: Sebastian Lack   

Fotos: Jörg Klöppner
          Sebastian Lack
                                      





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