Gladius Trophy: Ein Lenz kommt selten allein

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Schaut man auf die diesjährigen Teilnehmerlisten der Suzuki Gladius Trophy taucht der Name Lenz gleich zweimal auf. Keine zufällige Namensgleichheit sondern Familienbande. Kai-Uwe Lenz und sein Neffe Pascal Lenz starten in diesem Jahr beide in der beliebten Cupklasse. 33 Männer und Frauen zählte die Teilnehmergruppe im tschechischen Most. Dabei hatte Onkel Kai-Uwe wahrscheinlich nicht im Traum daran gedacht, dass ihm Pascal von Anfang an gefährlich werden könnte. Doch dann kamen Pascal Lenz erste Rennergebnisse in Oschersleben. Platz 7 im ersten Rennen und Platz 2 bereits im zweiten Rennen zeigten schon da wo die Reise für den 19-Jährigen hin geht. Auch in Most warf der Newcomer dem “alten Meister” schnelle Rundenzeiten um die Ohren.  

Das Ziel für den einstigen Motocrosser war klar und hieß: den Meister und Onkel Kai-Uwe Lenz bei seiner erst zweiten Rennsportveranstaltung zu übertreffen. Bereits im ersten Lauf gelang Pascal Lenz der Coup und er sicherte sich hinter Tim Holz den zweiten Platz, Kai-Uwe Lenz musste sich mit Rang 4 im familiären Duell geschlagen geben.

“Beim Start kam ich nicht so gut weg,” erklärte Pascal anschließend. “Für das zweite Rennen habe ich mir vorgenommen zu siegen, wenn der Tim nicht mitfährt,” ergänzte Lenz jnr. lachend “Und wenn ich nicht mitfahre,” hakte Onkel Kai-Uwe Lenz ein. Seinen jüngsten Konkurrenten hat Kai-Uwe Lenz dabei selbst mit in die Gladius Trophy gebracht und ihn inspiriert in dieser Serie Rennluft zu schnuppern. “Angefangen hat für mich alles 2009 dort war ich auf einigen Rennstrecken mit dabei und anschließend habe ich selbst mit Motocross angefangen,” so Pascal Lenz über seinen Einstieg in den Rennsport. “Mein Onkel hat mich gefragt ob ich bei Suzuki mitfahren möchte und da konnte ich nicht nein sagen.” Als Zuschauer hatte Pascal bereits die Möglichkeit den amtierenden Meister der Gladiatoren bei jedem Rennen live zu erleben. Als Rennstudien habe er dies jedoch nicht genutzt. Dennoch ist es schon etwas anderes auf der Strecke in der Schlacht um die Punkte dabei zu sein, als dies vom Streckenrand zu erleben und so schilderte der Junior seinen Fahrstil aus seiner Sicht. “Ich habe versucht einfach dran zu bleiben und mir die Linie abzuschauen. Ich fahre manchmal schon noch bisschen komisch und verfehle da und dort die Linie. Die Unterschiede zwischen uns beiden macht einfach die Erfahrung, von der hat mein Onkel viel mehr als ich. Das Motocross hilft mir aber ganz gut für meine Ausdauer.”

Als Lehrer hat Kai-Uwe Lenz natürlich sich selbst ein Urteil über die Leistungen seines Schülers gebildet. “Er macht das hervorragend. Ich hab nicht damit gerechnet, dass Pascal solche Ergebnisse erzielt. Wir waren über Silvester in Almeria und dort war er bereits am vierten Tag schneller gefahren als ich und da dachte ich schon “einwandfrei” und die Gladius Trophy ist bezahlbar und auch das Umfeld ist hier passend für Einsteiger.” Das sein Neffe ihm dabei so schnell um die Nase fährt, damit hätte er bei weitem nicht gerechnet. “Ich habe gedacht er erreicht Platz 4 bis 10, jetzt bin ich Platz 4,” so Lenz sen. lachend. “Es ist wichtig das Pascal ruhig bleibt und es easy nimmt. Was ich bis jetzt gesehen habe, sieht sehr ordentlich aus und in manchen Sachen fehlt im ja auch noch die Erfahrung.”

Bei der Konkurrenz sind sich die beiden Lenzers jedoch von Anfang an einig. “Ole Bismark ist auf jeden Fall starke Konkurrenz. Auch Marcus Andruchiewitz, der ist mir durchgerutscht wo ich mich im ersten Rennen verbremst habe und vielleicht Peter Bales wenn er wieder mitfährt,” so Kai-Uwe mit einem Augenzwinkern in Richtung Gladius Trophy Mitinitiator.

Am Sonntag im zweiten Rennen um 16:15 Uhr wird sich zeigen ob Jugend vor Erfahrung siegt, auch für die nächste Rennsportveranstaltung zur World of Motorcycles in Schleiz kann man gespannt sein was die Familie Lenz zu bieten hat und wie das innerfamiliäre Duell weitergeht.

 

Text und Foto: Doreen Müller

 

 

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