German Speedweek: Pole Position für Schweizer Dreamteam

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Bei der Gesamtqualifikation zur FIM Sidecar World Championship und Sidecar World Trophy holten sich Markus Schlosser und Tom Hofer die beste Ausgangsposition für das bevorstehende Sprintrennen (12 Runden) am Samstag und das 20-ründige Hauptrennen am Sonntag. Die Schweizer lagen bisher in allen gefahrenen Sessions klar an der Spitze und lieferten mit 1:31.230 die schnellste Rundenzeit des bisherigen Wochenendes. Mit 0,290 Sekunden Rückstand kamen Tim Reeves und Gregory Cluze den beiden am nähesten. Die derzeit Meisterschaftsführenden Paivärinta/Kainulainen belegten Platz 3 und komplettieren somit die erste Startreihe.

Sebastien Delannoy und Kevin Rousseau qualifizierten sich für Startplatz 4, gefolgt von Bennie Streuer und Gerard Daalhuizen, der wie bereits beim IDM-Lauf in Assen Streuers verletzten Beifahrer Geert Koerts ersetzt. In der Klasse der FIM Sidecar F2 World Trophy waren es Ben & Tom Birchall, die die schnellste Rundenzeit auf den Asphalt legten. Mit einer 1:33.769 starten die Briten von Platz 6 aus ins morgige Rennen. Auch John Holden zeigte sich in Oschersleben mit einem neuen Beifahrer an Bord. Niemand geringeres als Mark Wilkes ersetzt an diesem Wochenende Stuart Ramsay und kehrte nach seinem schweren Motorradunfall im letzten Jahr zum ersten Mal in einen Beiwagen, bei einer Weltmeisterschaft zurück.

Markus Schlosser wirkte am Ende des Tages sichtlich erleichtert die Zeitenliste anzuführen und wieder auf schnelle Rundenzeiten kommen zu können. „Wenn man Erster ist, ist es natürlich nicht so einfach wie aussieht auch Erster zu bleiben, aber es hat alles geklappt und wir sind happy morgen auf Pole stehen zu dürfen,“ berichtete Schlosser. „Wir wären das ganze Jahr da gestanden, aber hatten leider in Pannonia ein Crash und seitdem hat unser Motorrad Probleme gemacht. Am Freitag waren wir auf dem Prüfstand und haben das gesehen, ich hatte dies bereits in Schleiz vermutet und haben diverse Sachen versucht und sind einfach nicht auf gute Zeiten gekommen, “ so der Schönbühler weiter. „Auch in Assen war es nur ein hinterherfahren und konnten nie angreifen, da es das Motorrad nicht zuliess und seit letzten Freitag wussten wir das viel Leistung fehlte am Motor.“ Dies sei nun behoben worden, erklärte der 44-Jährige weiter. „Der Kurs hier liegt uns, das ist ein spezieller Kurs, da darf man keine Fehler machen und muss sehr sauber und präzise fahren und das ist eine sehr grosse Stärke von uns.“ 

Dennoch haben Schlosser/Hofer sowohl im Sprint als auch im Hauptrennen keine leichte Aufgabe vor sich, denn sie wissen im die Möglichkeit, dass die WM-Führenden Pekka Paivärinta und Kirsi Kainulainen in Oschersleben den Sack zu machen können. „Am Ende wird zusammen gezählt,“ erklärte Schlosser abschliessend.

Die kombinierte Zeitenliste der Sidecar World Championship und Sidecar World Trophy findet Ihr HIER.

Text und Foto: Doreen Müller

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