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Gastbeitrag Jakob Furtner: Mein Weg aufs Podium bei der Alpe Adria

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Die Vorbereitungen für das Alpe Adria und das IOEM Wochenende am Slovakiaring glichen einer Odysee. Das Wohnmobil litt an einem Getriebeschaden und wurde nicht fertig, die Renn-MV stand noch zur Abholung in Italien und der Feiertag am Montag tat diesen Umständen sein übriges. Nicht die besten Voraussetzungen für das Furtner Racing Team und Pilot Jakob Furtner. Das es letztenendes doch Grund zum Feiern gab, könnt Ihr in Jakob Furtners Rennbericht nachlesen.

So musste improvisiert werden und es wurde ein Leihwohnmobil organisiert, um dem gesamten Team ein Dach über dem Kopf bieten zu können. Die MV wurde dann auf einer Ein-Tages-Etappe von 1400 km mit Freundin Natalia Felk am Dienstag  aus Italien abgeholt und musste dann Mittwoch noch dem Reglement entsprechend aufgebaut werden, bei einem Abfahrtstermin am Donnerstag 16 Uhr. Nach einer sehr kurzen Nacht war jedoch auch dies überstanden und zwei rennfertige MV Agusta F3 standen zur Beladung des Busses bereit.

Das nächste Problem ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Mit zwei MV Agusta ist es nicht abgetan, denn in der Alpe Adria startet auch Teamkollege Harald Rauer auf der R6, welche ebenfalls ihren Weg Richtung Slovakiaring antreten musste und so musste zusätzlich noch ein weiteres Transportgefährt organisiert werden, eh es mit 4 Stunden Verspätung los gehen konnte. Der Zeitverspätung geschuldet, standen wir erst nach 12 Uhr Nachts an der Schranke und diese blieb verschlossen und so musste bei strömenden Regen draußen verweilt werden und Freitag morgens vor dem ersten Training der Aufbau im Fahrerlager erfolgen.

Nachdem dies passiert war ging es endlich auf die Strecke. Nachdem mit dem Ersatzbike auf Öhlinskomponenten in der IDM nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt wurden und große Setupprobleme nicht aus der Welt geschafft werden konnten, lag die Hoffnung nun auf Jakob Furtners Lieblings MV mit den Bitubo Federelementen.

Jakob kam nach dem ersten Training mit strahlenden Augen wieder, die Bestätigung: Die MV läuft!

Am Samstag pünktlich zum Quali begann es in Strömen zu regnen, Jakob und Harry hatten vorher beide nur einmal das Vergnügen im Regen zu fahren und nun ging es in eine nasse Session. Zum Erstaunen aller konnte Jakob die MV zwischenzeitlich auf Platz 5 stellen. Nachdem die schnellste Runde leider mit Roter Flagge abgewunken wurde, fiel er auf Rang 8 zurück aber damit waren alle mehr als zufrieden. Harald hatte mit dem Regen sehr zu kämpfen und landete auf Platz 19.

Kurz vor dem Rennen begann es dann abzutrocknen und der Poker um die Reifen startete. Das Team entschied sich für Trockenreifen, was sich als richtig herausstellte. Zum Rennstart blieben nur noch wenige nasse Stellen. Der Start? Eine Katastrophe… Jakob fiel auf Platz 16 zurück. Ernüchterung beim Team. Doch dann ging die Aufholjagd los! Jakob setzte sich bereits nach der ersten Kurve auf Rang 9. Im weiteren Verlauf der ersten Runde schnappte er sich weitere Konkurrenten und setzte sich hinter Josef Engerisser und Philipp Steinmayr auf P6. Staunen beim Team, auf der Tribüne und bei Jakob Furtner selbst.  „Bei mir war der Ehrgeiz natürlich geweckt nach so einer ersten Runde und ich wusste, vor mir fährt das IOEM Podium. Nachdem ich Engerisser überholen konnte und auf der Boxentafel P5 stand, traute ich meinen Augen nicht. Wie beflügelt kämpfte ich mich dann an Steinmayr ran und konnte nach einigen Überholmanövern das Rennen für mich entscheiden. P4 in der Alpe Adria und P2 in der IOEM. Wahnsinn!!! Harry steuerte mit P13 in seinem ersten Rennen seinen Teil zum tollen ersten Alpe Adria Rennen bei!“

Rennen zwei starteten wir dann nach den schnellsten Rennrunden von Platz 6.

„Nachdem ich dachte der Start kann nur noch besser werden, überzeugte ich mich selbst vom Gegenteil und schaffte es diesmal als letzter in die erste Kurve einzubiegen… Das Problem Start müssen wir bekämpfen… Immer noch voller Selbstvertrauen konnte ich mich dann in der schnellen zweiten Rechtskurve außen an einigen Konkurrenten vorbei schieben und auf der Bremse zu Kurve 3 konnte ich mich bereits wieder hinter Konkurrenten Steinmayr aus dem ersten Rennen setzen. Diesmal war es ein noch härterer Kampf. Philip ist wahnsinnig gut gefahren und wir haben uns bestimmt 6-7 mal überholt. Letztendlich kam es zum Fotofinish und Philipp hatte die Nase knapp vorne. Aber was solls. Das zweite IOEM Podium mit Platz 3 war unglaublich, vor allem vom letzten Platz aus und ich war mehr als glücklich. Harry verpasste mit Rang 16 knapp die Punkte, aber wir sind sehr zufrieden mit ihm für sein erstes Wochenende.“

Nach den beiden Rennen liegt das Team auf Gesamtrang 5 der Alpe Adria und Rang 2 in der IOEM!

An dieser Stelle noch ein riesiges Dankeschön an das gesamte Team. Das Motorrad war nahezu perfekt abgestimmt und die Arbeit, die dieses Wochenende und auch im Vorfeld geleistet wurde ist unglaublich. Meine Eltern sind hier vor allem hervorzuheben. Ohne sie wäre das alles nicht möglich. Auch Freundin Natalia, Harry und Sponsor Christian Eberle, der kräftig mit half taten ihren Beitrag zum tollen Ergebnis! Danke !!!!

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Text und Fotos: Jakob Furtner

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