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Fischeriehafenrennen: Interview-Frank Brüntrup fährt auf´s Podium!

Frank Brüntrup vom Danger Racing Team hat beim Fischereihafenrennen am Pfingstwochenende die Höhen und Tiefen des Rennsports erlebt. Der KTM-690 Duke-Pilot holte sich im ersten Lauf der Formel 2-Klasse einen hervorragenden dritten Platz. Im zweiten Rennen ging der Trainingsdritte zu Boden und zog sich einen Innenbandriss zu. Racetrack-News hat mit “Danger” gesprochen:


Frank, im ersten Lauf lief es hervorragend für Dich, wie war das Rennen aus Deiner Sicht?

“Das Ziel des Trainings war es, in der ersten Reihe zu stehen, weil das überholen hier sehr schwierig ist und man im Idealfall gleich Anschluss an die Spitze hat oder sich absetzen kann. Das hat aber im ersten Rennen nicht geklappt und ich musste die Verfolgung Sascha Schoders aufnehmen. Von hinten kamen mit Gorden Hensel, Henrik Voit und Marcel Kellenberger schon die üblichen Verdächtigen. Ich musste mich etwas mit den Zweitaktern rumschlagen bis es mit Gorden auf der Zielgeraden zu einer Berührung kam, die er für sich entscheiden konnte. Ich habe dann versucht, den Anschluss zu halten und das Ding nach Hause gefahren. Ungefähr drei Runden vor Schluss kam dann sogar noch der Vierte. Wir haben uns drei oder viermal überholt. Am Ende ist dann der dritte Platz dabei herausgekommen, womit ich sehr zufrieden bin. Das Motorrad ist von der Leistung her super gelaufen. Das Fahrwerk war allerdings schwierig von der Rundstrecke auf den Straßenkurs umzustellen ohne Lenkungsdämpfer. In Zukunft würde ich also trotz aller Schwierigkeiten versuchen, mit einem Lenkungsdämpfer an den Start zu gehen.”


Welche Veränderungen muss man genau vornehmen, um das Bike von der Rundstrecke auf einen Kurs wie in Bremerhaven umzustellen?

“Man muss das Fahrwerk auf jeden Fall mehr auf “Geradeauslauf” einstellen. Die Dämpfung muss deutlich mehr ertragen. Ich habe jetzt eine Duke 3-Gabel drin und die ist auf 90mm Federweg vorn reduziert und sehr straff. Da fehlen natürlich etwa 30% vom normalen Federweg. Außerdem hab ich ja eine sehr steile Lenkkopfgeometrie. Ich habe also die Gabel zurückgeschoben und das Motorrad zudem länger übersetzt, um die Power rauszunehmen. Diese Veränderungen haben sich in den zwei Trainings in Sachen Fahrbarkeit sehr ausgezahlt. Leider hat es trotzdem nicht gereicht, um die Zeiten vorn mitzufahren.


Wie sind hier in Bremerhaven die Gripverhältnisse auf der Strecke?

Im Trockenen hervorragend. Es gibt zwei bis drei kritische Stellen. Ein Beispiel ist ausgangs der Schikane Ende Start-Ziel. Dort fällt der Asphalt nach außen ab, es gibt zwei Gullideckel und wenn man alles mitnimmt geht man einfach ein Paar Mal quer. Es ist aber alles im grünen Bereich.

Im zweiten Rennen bist Du leider gestürzt. Was war los?

Eigentlich bin ich das zweite Rennen optimistisch angegangen. Nachdem Markus Bauchrowitz mir meine Armpump-Probleme “weggewinkt” und meine Schwester, die als Physiotherapeutin hier mit dabei ist, ihr übriges getan hat, bin ich rausgefahren und hab mich super gefühlt. Ich dachte, dass ich jetzt gut die Bremspunkte noch ein bisschen verschieben kann, Dabei war ich insgesamt ein bisschen optimistisch und hab es auf die Kühlhauskurve zu etwas zu lange stehen lassen. Am Ende habe ich quasi die Notbremse gezogen, kurz vor den Airfences eingelenkt und das Ding weggeschmissen. Dass jetzt dabei ein Innenbandriss rausgekommen ist, ist einfach Pech.

Wie sehr glaubst Du, helfen Dir die Armpump-Erfolge in der weiteren Saison?

(lacht) Jetzt ist ja erstmal Pause, aber ich war erstaunt, dass es funktioniert hat. Es hat mich so sehr verwundert, dass ich während des Rennens darüber nachgedacht habe. In den ersten Runden dachte ich ” Das gibt´s doch gar nicht” . Dass Markus einem Dinge im Kopf lösen kann, die einen blockieren, war mir klar, aber dass er aber körperliche Defizite, die vom Kopf herrühren, weg bekommt, hätte ich echt nicht gedacht.
 


 
 
 
 
 
Interview: Dieter Lack

Fotos: Dominik Lack
 

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