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Fischereihafenrennen 2014: Thilo Günther: Es rumpelt und rappelt

Die Günther-Brüder auf der Strecke beim Fischereihafenrennen zu finden, ist kein großes Problem. Wer sie an den grell neongrün/gelben Outfits noch nicht erkannt hat, wird das spätestens in der Auslaufrunde tun, wenn sie mit Wheelies, Stoppies und Burnouts die Fans unterhalten. Kawasaki- und BMW-Pilot Thilo Günther hat sich mit Racetrack-News.de zum O-Ton-Interview getroffen.



Was ist das Besondere am Fischereihafenrennen?

Das ganze Flair hier! Die Zuschauer tragen viel dazu bei, weil Du so nah an der Strecke bist. Als Fahrer nimmst Du das auch natürlich wahr, wenn die Dich anfeuern. Wenn Du zum Beispiel in Oschersleben fährst, dann hast Du gar kein Feedback. Hier hast Du, wenn Du ein Wheelie machst, sofort Feedback. Die Leute freuen sich, das Fahrerlager ist offen. Man kann zu jedem hingehen und jeder ist freundlich. Ich habe ja nun auch schon einige Rennstrecken gesehen, aber für mich ist das das Highlight im Jahr, wo ich mich auch am meisten drauf freue.

Wie ist der Fahrspaß auf der Strecke hier in Bremerhaven?

Der Fahrspaß ist mega, wer da Bock drauf hat, dass es da rumpelt und rappelt. Es ist halt keine Autobahn. Das Ding schlägt mal quer, springt mal hoch und Du musst sehen, dass Du das Pferd wieder einfängst. Aber der Grip ist gut. Nur bei Regen ist es problematisch. Die Gullideckel machen die mit Teer zu, da sollte man nicht drüber fahren, gerade wenn es so warm wird, wird der natürlich weich.

Kommen wir zu ein Paar Fragen Deine Person betreffend. Wo können wir Dich in diesem Jahr denn noch sehen?

Ich fahre IRRC, die komplette Saison. Ich wäre ja heute in Oss auch, aber ich ziehe das Fischereihafenrennen vor, weil mir das wichtiger ist und ich bei der IRRC sowieso nicht um den Sieg mitfahre. Dann fahre ich natürlich viel Enduro, da ist auch das ein oder andere Mehrstundenenduro dabei, aber ohne Meisterschaft. Die IRRC sind sechs Rennen, da bin ich eigentlich komplett mit ausgelastet. Und dann bin ich noch Instruktor auf dem Bilster Berg.

Was ist denn Deine Lieblingsrennstrecke?

Also Zolder finde ich richtig geil. Auch Lédénon finde ich sehr geil, da fahren wir immer Anfang des Jahres. Da geht es immer hoch und runter. Mein Problem ist eigentlich, wenn es richtig schnell wird, so gegen 300km/h. Und sowas wie das Fischereihafenrennen liegt mir viel mehr.

Was würdest Du sagen, sind denn die Haupteigenschaften, die ein Motorradrennfahrer besitzen muss?

Erstmal muss er Spaß haben bei dem was er macht. Dann ist es nicht verkehrt, wenn er relativ fit ist, also ein bisschen was macht, laufen, schwimmen, Rad fahren. Man braucht auch gute Nerven. Aber das wichtigste bleibt der Spaß. Wenn man keinen Spaß hat am Motorradfahren, sollte man es wohl besser lassen. Ich habe das auch schon gemacht früher beim Motocross. Da habe ich auf einmal einfach ein Jahr Pause gemacht, weil ich keinen Bock mehr hatte.
Ich fahre ja von klein auf, also schon so etwa 30 Jahre. Und plötzlich hatte ich einfach keine Lust mehr. Nach dem Jahr Pause war die dann aber wieder da. Dann bin ich viel auf der Straße gefahren mit der Supermoto und da ging es dann wieder.
Wir machen das ja alle nur hobbymäßig. Aber ich möchte auch eigentlich kein Profi sein. Das stelle ich mir fürchterlich vor. Da fällst Du runter von dem Bock und musst sofort wieder rauf. Oder die gucken in Dein Data Recording und sagen Dir “Alter, da bist Du zu langsam und da auch. Geh raus und fahr da schneller”. Das was wir hier machen ist alles Spaß. Vielleicht zwar auf einem etwas höheren Niveau, aber der Spaß steht einfach im Vordergrund.

Was machst Du hauptberuflich?

Ich bin Industriemechaniker.

In den Rennen wurde Thilo in Klasse 1 Dritter und Sechster, in Klasse 2 Sechster und Fünfter.














Text: Dominik Lack

Fotos: Dennis Witschel    

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