#FinalShowdown: Das große Duell

Das MotoGP-Wochenende in Valencia ist dieses Jahr von besonderer Brisanz. Zum dritten Mal innerhalb von fünf Jahren wird die WM erst beim allerletzten Saisonrennen entschieden. 2015 hieß das Duell noch Valentino Rossi vs Jorge Lorenzo, 2013 kämpfte Lorenzo gegen Marc Marquez. 

In diesem Jahr heißen die Kandidaten Marquez und Andrea Dovizioso. Auch wenn diese Konstellation zum WM-Duell von vor zwei Jahren auf den ersten Blick sehr unterschiedlich wirkt, finden sich doch auch viele Parallelen. So stehen die Chancen für „DesmoDovi“ ähnlich schlecht wie damals für seinen Landsmann Rossi. Der Italiener muss gewinnen und Marquez darf höchstens auf Platz 12 ins Ziel kommen.

Auch was die Nationalitäten angeht scheint sich dieses Mal ein Abbild des alten Kampfes zu entwickeln. Dovizioso kommt in die sprichwörtliche Höhle des Löwen, in der sich Marc Marquez des Rückhaltes durch seine Landsleute sicher sein kann. Auch wenn dieses Mal keine Story wie der Sepang-Clash die Gemüter der Fans im Vorhinein erhitzt hat, so hat Andrea Dovizioso doch keine leichte Rolle inne: Er muss auf spanischem Boden die italienische Flagge hochhalten.

Hinzu kommt, dass der 31-Jährige – der beim Titelgewinn der älteste Champion der MotoGP-Neuzeit wäre –  auf dem Circuit Ricardo Tormo nicht gerade eine gute Statistik vorweisen kann. Während Marquez zumindest zweimal gewinnen konnte, hat Dovi nur einen Podestplatz auf dem Konto.

Bei der obligatorischen Pressekonferenz wurden die beiden WM-Rivalen, die dieses Jahr schon einige harte Kämpfe auf der Strecke ausgefahren haben, besonders in den Fokus gerückt. „Wir werden die gleiche Mentalität wie immer beibehalten. Im Motorsport und dem Sport allgemein kann alles passieren. Deswegen werden wir versuchen auf dem gleichen Level zu sein wie immer. Natürlich wird das Wichtigste sein, das Rennen zu beenden“ antwortete Marc Marquez auf die Frage nach einer Strategie für das Wochenende und fügte hinzu: „Ich war in meiner Heimatstadt und jeder hat gesagt, dass es leicht wird und die Sache gegessen ist. So ist das aber nicht. Ich werde da raus gehen, versuchen ein Gefühl mit dem Bike zu bekommen, meine 100% geben und das Rennen genießen.“

Dovizioso hingegen wurde eher in der Rolle eines Überraschungs-Titelkandidaten präsentiert: „Vor allem die Zuschauer, die die Rennen sehen, haben das alles nicht erwartet. Deswegen bin ich sehr froh und stolz darüber, was wir in dieser Saison geschafft haben. Zwar hatten wir unsere Ups und Downs, aber schließlich sind wir beim letzten Rennen angekommen und kämpfen um die WM. Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit, die wir während der Saison getan haben. 21 Punkte sind viel und es ist sehr schwierig, aber noch ist es offen.“ Für das Rennen fokussiert sich Dovizioso auf eine Taktik: „Wir müssen uns auf uns konzentrieren. Das Rennen zu gewinnen ist natürlich schwierig, weil es so viele schnelle Fahrer auf dieser Strecke gibt, aber ich denke, dass wir nun einen guten Speed haben. Wir haben nur eine Strategie: Das Rennen gewinnen und abwarten was Marc tun kann. Ich fühle aber keinen Druck, weil ich sehr zufrieden mit der Saison bin.“

 

Text: Dominik Lack

Foto: Dominik Lack

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