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Exklusivinterview: Supermono-Leader Lukas Wimmer


Lukas Wimmer hat den ersten Saisonlauf der Supermono-Europameisterschaft in Arras/ Croix dominiert. Der Österreicher konnte beide Rennen für sich entscheiden und zeigte besonders beim zweiten Sieg, bei dem er sich nach einem Sturz durch das Feld arbeiten musste, eine beeindruckende Leistung. Racetrack-News hat mit dem 21-Jährigen gesprochen.


Wie zufrieden bist Du mit dem ersten Saisonrennen, bei dem Du ja eine Wahnsinnsshow abgezogen hast?

“Natürlich sind wir mit dem ersten Saisonrennen sehr zufrieden, wir hatten zwar wenig Zeit das Bike abzustimmen, haben es aber am “Ende” doch geschafft ordentliche Rundenzeiten zu fahren. Ich als Fahrer habe mir natürlich 50 Punkte vorgenommen, die ich auch dann auch einfahren konnte. Es war aber auch nicht ganz einfach. Es war eine ganz neue Strecke, die ich in dieser Konstellation auch noch nie so vor mir hatte. Das Bike benötigte daher auch ein komplett anderes Setting als auf allen anderen Strecken auf den wir bereits testen waren. Aber das hat gut funktioniert und ich bin zufrieden. In den Rennen war “einfaches” Wegfahren geplant, auch wenn es beim 2ten Rennen nicht so gut funktioniert hat. Ich musste nochmal in die Trickkiste greifen, aber für mich war alles im grünen Bereich.  

Wie fährt sich die HKR? Was müsst Ihr am Bike noch verbessern?

Die HKR EVO 2 ist sehr gut mit einer Moto3/125ccm zu vergleichen. Sie hat nur etwas mehr Leistung, würde ich sagen. Ein sehr direktes Fahrverhalten lässt natürlich jedes Fahrerherz schneller schlagen. Durch dieses Verhalten des Motorrads kann man einen enormen Kurvenspeed
fahren, was manch einen mit großen Motorrad, langsam aussehen lässt. Aber das ist das schöne am Motorrad, die Stärken können auf jeder Strecke voll genützt werden.

Wie stark ist die Konkurrenz bei den Supermonos?

Die Konkurrenz ist natürlich nicht so groß wie in den Klassen aus den ich gekommen bin, aber es sind auf jeden Fall schnelle Fahrer im vorderen Feld dabei. Ich persönlich würde mir jedoch manchmal mehr Gegner wünschen.

Was planst Du für die Zukunft?

In die Zukunft ist für mich sehr schwer zu sehn. Fehlende persönliche Sponsoren machen es mir in sportlicher Hinsicht nicht einfach weit voraus zu planen. Außerdem studiere ich momentan Physik an der TU-München was mich natürlich auch zeitlich beansprucht. Feste Zukunftspläne gibt es bisher noch nicht, auch wenn ich weiß, dass ich den Motorsport auf keinen Fall aufgeben werde!

An welches Rennen erinnerst Du Dich am liebsten zurück?

Mein schönstes Rennen, an das ich mich am liebsten erinnere, war im European Junior Cup. Dort habe ich vor zigtausend Zuschauern meinen ersten Sieg in der SBK feiern dürfen. Das war für mich emotional ein sehr großer Moment.
Wenn es ums zusehn geht, würde ich jedes Rennen der Motorradweltmeisterschaft nennen wollen. Für mich gibt es einfach kein unspektakuläres Rennen auf 2 Rädern.

Was machst Du abseits der Rennstrecke?

Abseits der Strecke trainiere ich sehr viel um mich fit zu halten. Dazu mache ich fast alle Sportarten die einem so einfallen. Wenn dann noch Zeit bleibt, sitze ich leider am Schreibtisch und lerne. Ich studiere Physik und das fordert mich ebenso heraus. Allgemein kann man sagen, dass ich auf Herausforderungen stehe (lacht).    

Wer ist Dein Lieblingsfahrer?

Nicky Hayden & Marco Simoncelli, beide sind für mich die besten oder einer der besten Fahrer der Welt.

Was ist Dein Motto für die Rennstrecke?

Mein Motto lautet auf jeden Fall “SPAß HABEN”. Das ist das allerwichtigste für mich wenn ich am Motorrad bin.

Welcher Kurs gefällt Dir am besten?

Ich war schon auf sehr vielen Rennstrecken in Europa und jede Strecke hat etwas für sich. Jedoch habe ich einen Favoriten. Wo es mir am meisten Spaß macht ist in Italien. An erster Stelle würde ich sagen Misano Simoncelli Circuit in Misano dicht gefolgt von Mugello.

Das nächste Rennen der Supermonos findet am 11./12.Juli in Zolder statt. Dort wird Lukas versuchen, seine Führung in der Meisterschaft weiter auszubauen. Wir bedanken uns für das Interview.

Text, Interview und Fotos: Dominik Lack

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