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Exklusivinterview: Jonathan Rea “endlich die Chance, um den Titel zu kämpfen”


Jonathan Rea geht als WM-Führender in das Assen-Wochenende. Sebastian und Dominik haben sich mit dem Nordiren zum Exklusivinterview mit Racetrack-News getroffen.



Seit Du in der Weltmeisterschaft fährst warst Du immer der Jäger. Jetzt bist Du der Gejagte. Wie fühlt sich das an?

Es fühlt sich anders an. Es ist ja quasi das erste Mal. Für mich ist das die Chance, um den Titel zu kämpfen. In der Vergangenheit war entweder ich oder das Bike nicht bereit für Siege. Dieses Jahr ist meine Zeit gekommen. Das Team arbeitet hart daran. Das Bike ist sehr konkurrenzfähig. Das gibt einem einfach eine andere Mentalität.

Hast Du vor der Saison erwartet, dass Du so schnell mit der Kawasaki zurecht kommst?

Ich war mir nicht sicher. Ich wusste, dass die Kawasaki im letzten Jahr sehr stark war. Im Winter habe ich versucht, mich auf das Bike einzustellen und auch das Bike auf mich einzustellen. Die ersten Paar Tage habe ich nur versucht, ein gutes Sitzgefühl zu bekommen und den Lenker und die Fußrasten justiert. Schritt für Schritt haben wir uns dann ein gutes Basis-Setup erarbeitet. Zusammen mit meinem Crewchief Perry habe ich viel erreicht. Das Gefühl bei Honda und Kawasaki war recht unterschiedlich.

Was ist der Hauptunterschied zwischen der Kawasaki und der Honda aus dem letzten Jahr?

Die Kawasaki ist etwas stabiler. Die Honda hatte aber auch ihre Stärken und war auf einem hohen Level. Bei der Kawasaki haben wir probiert, vor allem die Bremsstabilität auszunutzen. Auch das Elektronik-Paket ist gut. 

Du schienst mit dem Bike soweit zufrieden zu sein. Gibt es denn trotzdem noch Bereiche, wo Du meinst, dass Ihr Euch verbessern müsst?


Wir arbeiten noch daran, die Reifenperformance zum Rennende hin zu verbessern, aber das ist ja normal. Außerdem wollen wir die Richtungswechsel verbessern. Das Bike muss sich viel leichter verhalten.

Assen war in der Vergangenheit immer eine erfolgreiche Strecke für Dich. Kannst Du Dir vorstellen warum das so ist?

Mit dem Ten Kate-Team haben wir hier viel getestet. In den ersten Jahren war Assen also so was wie eine Heimstrecke für mich, weil ich hier viel gefahren bin. Ich kenne den Kurs sehr gut und in der Vergangenheit kam er der Honda sehr entgegen. Ich mag Assen. In den letzten Jahren war auch Tom (Sykes, Anm. d. R.) hier sehr schnell, also sieht es so aus, als ob auch die ZX10-R gut funktioniert. Einen wirklichen Grund, wieso ich hier so gut bin, weiß ich aber sonst nicht. Es ist halt eine meiner Lieblingsrennstrecken.




Interview: Dominik Lack

Fotos: Sebastian Lack






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