Eisspeedway in Berlin: Packende Kämpfe auf dem Eis

Dieses Motorsport-Event gehört zu Berlin wie der Berliner Bär und das Brandenburger Tor.
Zum 43. Mal waren die Eiscowboys in der Hauptstadt und ließen den Adrenalinspiegel
bei den Fans so richtig ansteigen.



Das Spektakel begann am Samstag mit den Heats zum GP 5 – und auch wenn die Russen ganz klar die dominierende Macht waren, machte es das ganze nicht weniger spannend. Im Heat 5 lieferten sich Stefan Svensson (SWE) und Günther Bauer (GER) einen erbitterten Zweikampf um Platz 2, den dann der Schwede gewann. Auch wenn Dmitry Khomitsevich (RUS) im Heat 7 führte, Franky Zorn (AUT) blieb an dem an zweiter Position liegenden Russen Egor Myskovets dran und überholte ihn auf den letzten Metern kurz vor dem Ziel.

Mit Spannung wurde nun das „Schwedische Finale“- der Heat Nr. 9 – erwartet: Stefan Svensson, Daniel Henderson, Ove Ledström  und Niclas K. Svensson rollten an das Startband. Gab es eine Revanche für das Finale von der Schwedischen Meisterschaft ? Niclas K. Svensson setzte sich durch und holte sich die 3 Punkte. Der Heat 20 versetzte uns alle einen Schock. Durch einen Highsider stürzte Ove Ledström in Führung liegend, Günther Bauer und Jan Klatovsky (CZE) versuchten auszuweichen und stürzten ebenfalls. Wie durch ein Wunder wurde keiner schwer verletzt. Im Finale standen sich dann -wie nicht anders zu erwarten- die 4 Russen gegenüber. Daniil Ivanov kam zu weit nach außen und stürzte. Sieger des Tages wurde Dmitry Khomitsevich. Der Abend ließ der Veranstalter mit einem wunderschönen Feuerwerk ausklingen danach ging es zur After-Race-Party mit Livemusik von MUA & Band, die sogar einige Speedway-Songs auf Lager hatten.

Am Sonntag ging es dann mit den Heats zum GP 6 weiter. Trotz des Dauerregens waren zahlreiche Zuschauer gekommen. Das Eis war durch den Regen weicher, nicht so hart und dadurch viel besser als am Vortag. Die Zeit, gemessen über 4 Runden auf der 400m Bahn, betrug im 1. Heat 58,0 Sekunden ! Nun kann man sich eine Vorstellung davon machen, wie schnell die Eiscowboys auf dem Eis unterwegs sind … und das ohne Bremsen und mit insgesamt ca. 350 Spikes am Vor- und Hinterrad. Max Niedermaier (GER) und Jan Klatovsky kämpften hart aber fair im Heat 5 um den 3. Platz, den Max dann für sich entschied. Der Heat 12 wurde nach 3 Runden gewertet, nachdem Hans Weber auf der Geraden eine Strohballen mitriss, der Lauf abgebrochen und er dafür disqualifiziert wurde. Der Heat 16 musste 2x neu gestartet werden. Erst stürzte Niclas K. Svensson, dann Jan Klatovsky, für dessen Sturz jedoch Günther Bauer verantwortlich gemacht und disqualifiziert wurde. Stefan Pletschacher (GER) holte sich die 3 Punkte in diesem Lauf. Im Semifinale 1 hatte Stefan Svensson einen super Start und mischte ganz vorne mit. Leider musste der Lauf abgebrochen werden, da Dmitry Koltakov (RUS) zu weit nach außen an die Strohballen kam und stürzte, er wurde disqualifiziert und verpasste dadurch die Chance auf das Finale. Im Re-Start gelang Stefan Svensson kein erneuter Blitzstart und es  blieb ihm nur 1 Punkt aus diesem Lauf. Im Semifinale 2 lieferten sich Franky Zorn und Igor Kononov (RUS) einen packenden Zweikampf um Platz 2, den Igor nachher gewann. Wieder waren 4 russische Fahrer im Finale, welches Igor Kononov für sich gentschied.

Das offzielle Ergebnis Heat für Heat HIER

Ein tolles langes Rennwochenende liegt hinter uns. So ein Event verlangt jede Menge Organisation, daher ein Dank an die Eisspeedway Union Berlin und die vielen ehrenamtliche Helfer, die es auch dieses Jahr wieder möglich gemacht haben, die Eiscowboys in die Hauptstadt zu holen. Auch gibt es einige Kritikpunkte; aber ich bin mir sicher, für 2017 wird man die Köpfe zusammenstecken und alles versuchen, um wieder ein Mega-Event zu zaubern.

Nun wird es spannend ! Weiter geht es nächstes Wochenende in Assen (GP 7+8).

Die aktuelle Punktetabelle gibt es HIER











Text und Fotos: Kelli Anke Claassen
 
 

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