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Dustin Gerken nach erstem Saisonrennen “bin bessere Linien gefahren”

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Dustin Gerken hat sein erstes Rennen der Saison hinter sich. Der HKR-Pilot fuhr am Nürburgring auf die Plätze 25 und 22. In der Pro-Wertung erreichte der Berliner die Positionen 13 und 11. Für Racetrack-News berichtet Gerken vom ersten Wochenende des Jahres:

“Vom Freitag zu Sonntag, den 6.5.16 – 8.5.16 war mein erstes offizielles Rennen in dem offenen European Supermono Cup und und dem Pro Mono Cup. Am Freitag hatten wir 2 Trainings. Im ersten Training morgens um 8:55 Uhr hatte ich beim Fahren ein weiches Gefühl im Hinterrad und bin daher erst eine 2:05 gefahren. Das tolle an diesem Motorrad ist, dass man jede technische sowie generelle Veränderung sofort spürt.

Als ich wieder beim Zelt war, dachte ich erst, dass dieses Gefühl nur ein Bauchgefühl war oder das Fahrwerk zu weich eingestellt war. Als ich aber abgestiegen bin, sah ich einen kleinen Haarriss am hinteren Ende der Schwinge. Zuerst dachte ich, dass es nur ein kleiner Riss im Lack ist. Ich wollte aber sichergehen und deshalb haben wir das Hinterrad ausgebaut und gesehen, dass das komplette linke Ende der Schwinge einen Riss von oben bis unten in der Innenseite hatte. Man konnte das Stück buchstäblich bewegen. Dieser Schaden ist wahrscheinlich auf meinen großen Crash am Lausitzring zurückzuführen.

Daraufhin bin ich das zweite Training nicht mehr gefahren. Der 3 fache Europameister Mike Velthuijzen war super nett und hatte sein Schweiß-Set dabei. Er schweißte mir das komplette Stück wieder zusammen. An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an Mike Velthuijzen für den tollen sportlichen Einsatz von ihm.

Am Samstag waren die zwei Qualifikationen und das erste Rennen. Vor der ersten Qualifikation sprang aus heiterem Himmel meine HKR EVO2 nicht mehr an. In Eile kam Markus Krämer, Gründer von Krämer Motorcycles zu meinem Motorrad und hat testweise den Schaltautomaten abgesteckt, was funktioniert hat. Dann konnte ich nur noch 3 Runden in der ersten Qualifikation fahren. In den 3 Runden konnte ich aber analysieren, was noch am Motorrad verändert werden muss. Ich habe festgestellt, dass die Druckstufe der vorderen Federelemente verringert und der Widerstand des Lenkungsdämpfers erhöht werden musste. Das haben wir gemacht und in der zweiten Qualifikation lief es dann deutlich besser: von einer 1:55:8 zu einer 1:49:3. Ein sehr gutes Ergebnis.

Ab diesem Rennwochenende fahre ich übrigens keine Pirelli Diablo Slicks mehr, sondern Goldspeed Slicks in denselben Größen. Diese sind echt super! Sie verzeihen genauso viel und mehr als die Diablos und haben super Traktion. Auch bei sehr hoher Hitze fangen sie kaum an zu schmieren und man kann mit ihnen eine hohe Schräglage fahren. Danach hatten wir wieder viel Zeit bis 16:15, wann das erste Rennen stattfand.

In der Freizeit hat mir mein Teammate (und Rennsieger) Lukas Wimmer mit dem Fahrwerkseinstellungen geholfen – an der Stelle nochmal Danke, LUKI#58 ! Außerdem haben wir das Kettenblatt von 37 auf 38 gewechselt, damit ich mehr Beschleunigung habe und damit ich früher in den sechsten Gang komme. Im Rennen haben sich die Veränderungen deutlich bemerkbar gemacht: Auf der Start / Ziel-Geraden bin ich vorher 195 Km/h und jetzt 207 Km/h gefahren und meine Rundenzeiten haben sich auch sichbar verändert: 1:47:2 im ersten Rennen.

Beim Start kam ich gut weg und das Fahrwerk hat jetzt perfekt gearbeitet. Es war nicht zu weich aber auch nicht zu hart und das Reifenbild war super. Am Sonntag hatte ich das zweite und letzte Rennen, welches ich auch sehr gut bestritten habe. Ich bin nochmal bessere Linien gefahren, habe noch später gebremst und mehr Schwung in und durch die Kurven mitgenommen, wodurch ich mich von der Rundenzeit nochmals sehr gesteigert habe. Ich bin dann eine 1:44:8 gefahren. In beiden Rennen bin ich in der Rookie – Wertung Erster geworden,und habe in der FIM Europe Meisterschaft Platz 11 errungen.

Danke auch für den tollen Einsatz an Jürgen Strohmann, der sich um uns Nachwuchs- und Rookiefahrer super kümmert und mit Rat und Tat zur Seite steht. Im ersten Rennen habe ich ein starkes Rennen mit Dirk Kappeler bestritten und im zweiten Rennen hatte ich schöne Zweikämpfe mit Alex Michel. Ich bin mit meiner Leistung am Nürburgring mit zwei fehlenden Trainings sehr zufrieden und hoffe, in Zolder noch etwas drauf zu packen. Ich freue mich sehr, wieder mit Johann Flammann und Justus Weinke zusammen an den Start gehen zu können und bedanke mich hiermit nochmal bei dem Team Krämer Motorcycles für Ihre tolle Hilfe.”

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Text: Dustin Gerken

Fotos: Dustin Gerken

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