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Drivers Corner: Gaststart für Tim Holtz bei der Supermono EM


Im Rahmen der German Speedweek in Oschersleben startete in diesem Jahr wieder die Supermono-EM. Ich machte auf der HKR EVO2 von Krämer Motorcycles einen Gaststart.



Wir reisten am Mittwochabend an und gesellten uns zu den Kollegen von der Superduke-Battle. Es war schon ordentlich was los und man konnte sich auch schon angucken wie Florian Alt und Lukas Trautmann ihre R6en beeindruckend um den Kurs prügelten.
Wir bauten danach alles auf, meldeten uns schon mal an und schlenderten durch das bereits gut gefüllte Fahrerlager. Am nächsten morgen kam dann auch das Team mit meinem Einsatzgerät. Ein sehr geiles Motorrad! Auch Lukas Wimmer war dabei. Vor 2 Jahren habe ich seine Rennen im European Junior Cup verfolgt und ihn bewundert und jetzt fahren wir in einem Team.
Wir fuhren dann zur technischen Abnahme und danach startete auch bald das freie Training. Ich fuhr mit der HKR raus und kam relativ gut zurecht mit Sitzposition und Fahrwerk, konzentrierte mich aber eher auf Gangwahl und Bremspunkte. Ich merkte jedoch am Kurvenausgang, dass meine HKR im Gegensatz zu den anderen Motorrädern etwas schwächer motorisiert war( Die Supermonos haben alle um die 90 PS bzw. sind extrem leicht. Mein Bike hatte 72PS.).
Nach dem ersten freien Training war ich mit einer 1:40 siebter. Das war für den Anfang ok.
Im ersten Qualifying wollte ich nun angreifen. Ich konnte gleich gut loslegen und hatte einen guten Rhythmus, jedoch hatte ich mit Chattering zu kämpfen. Ich machte das beste daraus und stand vorläufig mit einer 1:38,4 auf P7. Nach dem Quali hab ich Dave geholt, der seinen alten Kumpel Old Chattering bekämpfen sollte. Es dauerte nicht lange dann war das erledigt. Etwas Vorspannung raus und ordentlich Öl rausgemacht und fertig. Im zweiten Quali fühlte sich das Vorderrad dann viel besser an. Verbessern konnte ich mich trotzdem nicht, da ich Verkehr hatte und Öl auf der Strecke war. Also der siebte Startplatz!

Am Samstag hatten wir frei, also guckte ich ordentlich bei der Endurance-WM zu. Das Rennen hatte alles zu bieten und war sehr geil anzuschauen.

Am Sonntag also beide Rennen. Vor dem ersten Rennen war ich ziemlich nervös. Diese Nervosität verschwand allerdings als ich Huby in der Startaufstellung sah. Ich hatte also das schönste, schwerste und lauteste Gridgirl von allen.
Der Start war extrem gut. In der ersten Kurve war ich bereits vierter, doch wurde auf dem Weg zur Hasseröder ausbeschleunigt. Ich versuchte an der Führungsgruppe dran zu bleiben, was mir aber nicht gelang. Auf der Gegengeraden wurde ich dann erneut überholt. Ich versuchte dann P6 zu halten, wurde aber gegen Rennmitte von Brian Slooten auf seiner Moto3 überholt. Danach hatte ich ein relativ einsames Rennen. Da noch jemand aus der Führungsgruppe stürzte kam ich als 6. ins Ziel.
Damit war ich sehr zufrieden.

Danach habe ich mich ausgeruht und die anderen Rennen geschaut und dann war ich auch schon wieder dran. Ich ging diesmal mit weniger Nervosität ins Rennen, verkackte den Stand aber so was von komplett, dass ich nur als elfter in die erste Links einbog. Als ich in der Hasseröder jemanden überholen wollte, kam auch schon Lukas Wimmer, der vom letzten Platz aus gestartet war, an mir vorbeigeflogen. Ich musste etwas aufmachen und wieder verlor ich zwei Plätze. Ich kämpfte mich bis zum Ende der ersten Runde zurück auf Platz 10. Eine Runde später konnte ich mich an zwei weiteren Mitstreitern vorbeibremsen. Mich überholte danach jemand, der noch schlechter gestartet sein musste als ich, aber durch einen Sturz im Vorderfeld blieb ich achter. Ich fuhr die ganze Zeit hinter meinem Vordermann, doch die fehlende Motorleistung machte es mir schwer zu überholen, da ich nicht mal im Windschatten dranbleiben konnte. In der letzten Runde sah ich beim Überrunden die Möglichkeit zu überholen, doch der Meisterschaftsführende Mike Velthuizen, der ganz langsam um den Kurs rollte( technischer Defekt) behinderte mich beim überholen. Ich war stocksauer und war zunächst überhaupt nicht zufrieden. Das änderte sich aber nach einigen Stunden.

Letzendlich war es ein tolles Erlebnis mal im Rahmen der Speedweek zu fahren und es hat sehr viel Spaß gemacht.


Foto: Stephen Bower

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