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Dirvers Corner: Anja berichtet von der Historic Trophy auf dem Nürburgring


 Zwei aufregende Wochen liegen hinter uns. Endlich finde ich Zeit, von unseren letzten Rennen zu berichten.



Vom 30.05.- 01.06.14 fand die Historic Trophy Nürburgring statt. Wir nahmen an dieser Veranstaltung mit einem Wertungslauf der Klassik Trophy teil.

Ganz doll möchte ich mich hier an dieser Stelle bei meinem Mann, Ole Wulf vom Team „Reine Nervensache“ bedanken, der um mich auf dem Ring zu unterstützen, auf sein Rennen in Walldürn verzichtet hat. Ich hoffe sehr, dass er die Punkte aufholen kann.

Angekommen am Nürburgring, nach dem wir unsere Papiere erhalten haben, wurden wir im Fahrerlager eingewiesen. „Nur bis zur blauen Linie, lasst eine Gasse zum ein- und ausfahren frei.“ Gesagt, getan. Zelt aufgebaut, Strom-, Wasserversorgung erledigt. Alles gut. Was uns alle wunderte, ein sehr kleines Fahrerlager für ca. 20 Gespanne. Aber wir sind ja auch mit wenig zufrieden, denn wir fahren aufm Ring.

Die Reihe vor uns war eine wunderschöne „Zeltstadt“ aufgebaut. „Was da wohl für Fahrzeuge stehen sollen, naja wird sich zeigen.“

Am nächsten Tag besuchte uns ein netter Herr. „Bitte, bitte, geht mit euren Gespannen in die Zelte, die Zuschauer sollen euch sehen. Wir haben jede Menge Geld dafür ausgegeben.“ Schade, dass die Kommunikation, zwischen den Organisatoren und den Einweisern nicht so einwandfrei funktioniert hat. Wäre eine tolle „Unterkunft“ gewesen. So haben wir nur unser Gespann unter gestellt. Die Serben waren sehr dankbar, denn sie waren nur mit einem kleinen Auto, Anhänger und 3 Personen unterwegs. Nun hatten sie für die Zeit auf dem Nürburgring eine „Unterkunft“.
Im nächsten Jahr sind wir schlauer.

Nach der üblichen Fahrerbesprechung, TA, Anmeldung ging es endlich auf die Strecke.

Wahnsinn, also ich habe mich von Anfang an wohlgefühlt. Wie vor jedem Rennen studiere ich die Strecke, um zu wissen, wo es lang geht. Gibt mir ein besseres Gefühl und ich kann gleich loslegen. Und wie wir losgelegt haben. Hammer, was für ein Spaß.

Das Zeittraining war ganz passabel. Es gab auch eine, Mike bitte verzeih mir, Showeinlage. Mike Beckmann, der Beifahrer von Swen Köster hat sich nach der Schuhmacher-Kurve vergriffen. Hing erst mit einem Bein, dann mit beiden Beinen aus dem Seitenwagen. Bei er Geschwindigkeit ist ein wieder hineinkommen ins Boot nicht möglich. Also hielt er sich fest. Irgendwann merkte Swen dann, dass sein Beifahrer „abhing“ und hielt endlich an. Toll gemeistert Mike!!!!

Leider verabschiedete sich im 1. Zeittraining der Motor von Nils Köster/Christian Albrecht. Sie verzichteten auf das 2. Training und fuhren in die Werkstatt von Joachim, der in der Nähe wohnt und den Motor mit aufgebaut hat. Sie schraubten bis in die Nacht und waren am nächsten Morgen, pünktlich zum Rennen wieder vor Ort. Nach einigem hin und her konnten sie dann auch, Gott sei dank, starten.

Im Rennen konnten wir von Startplatz 2 ins Rennen gehen. Was soll ich sagen, Sidecar-Racing so wie ich es mag. Schöne Kurven, lange Geraden, Geschwindigkeit. Sehr spannende Überholmanöver, ein spannendes Rennen.

Nach einem schlechten Start und einigen vergeigten Plätzen kämpften wir uns auf den 1. Platz in allen Klassen vor. Was für eine Freude.

Das 2. Rennen startete etwas besser für uns. Wieder heiße Kämpfe, was habe ich unter meinem Helm geschrien. Gas, später Bremsen, Heino hat mich anscheinend gehört, unser Vertrauen ineinander wächst immer mehr und es macht sich bemerkbar. Das Team Swen Köster/Mike Beckmann ist leider in den ersten Runden ausgefallen, die Kette ist gerissen. Dafür waren in diesem Rennen Nils Köster/Christian Albrecht voll dabei. Im 1. Rennen sind sie leider wegen eines technischen Defekts ausgefallen.
Wieder ein ganz tolles Rennen. Das Team Achim Kindermann/Stephan Kokott griff immer wieder an. Wir tauschten immer wieder den 2. und. 3. Platz. Nils Köster/Christian Albrecht war auch immer in der Nähe. Ging dann als 1. über die Ziellinie.

So gingen wir als 3. ins Ziel. Leider wurde uns dieser Platz aberkannt, weil nach den Aussagen der Streckenposten wir unter Gelb überholt haben. Da dies unsere erster „blauer“ Brief des Rennleiters. Wir hätten innerhalb von 30 min. Protest einlegen können. Haben wir nicht, leider. Trotz allem, 2 super Rennen. Mit total viel Spaß, heißen Fights und sehr viel Geschwindigkeit.

Alle Zeiten und Ergebnisse findet ihr hier.

Ich freue mich auf die nächste Historic Trophy Nürburgring








Text : Anja Wulf

Fotos: Küppers (2) und Team Wulf


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